Bedenken äußerten in öffentlicher Sitzung einige Gemeinderäte gegen den Bauantrag der DR Bauinvest GmbH auf Neubau eines Rossmann Drogeriemarktes mit 18 Auto-Stellplätzen auf dem unbebauten Grundstück in der Hauptstraße 44, nach dem „Gasthaus Löwen“. Problematisch wurden vor allem die Verkehrssituation und die Anzahl der Stellplätze gesehen. Neun Gemeinderäte stimmten für das Projekt, vier dagegen, zwei enthielten sich der Stimme.

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Warum der Drogeriemarkt nicht außerhalb des Dorfes geplant wurde, wollte eine Anliegerin wissen. Der Antrag sei für dieses Grundstück im Ortsetter gestellt worden. Im Gewerbegebiet sei Einzelhandel, außer im Sondergebiet für einen bestehenden Discounter, nicht zulässig, erläuterte Bürgermeister Martin Benz.

Baurechtlich habe die Gemeinde nicht über das Vorhaben zu entscheiden, lediglich über das Einfügen in die Umgebung, so Benz. Der Bau einer Tiefgarage sei wegen fehlendem Stauraum auf der L 161 vom Landratsamt als baurechtlich entscheidender Behörde abgelehnt worden.

Das sagen die Gemeinderäte dazu

Peter Schanz (Grüne) merkte an, dass die Firma in ihrer Planung der Gemeinde ein Stück weit entgegengekommen sei, etwa bei der Aufstockung und Planung einer Tiefgarage. Baurechtlich sei das Vorhaben nicht zu beanstanden.

„Ich habe Befürchtungen, dass sich hier ein Verkehrschaos ergibt“, sah Richard Wagner (CDU) das Projekt problematisch, wenn auch baurechtlich in Ordnung. Zudem bemängelte er die zu geringe Anzahl an 18 Stellplätzen.

Christian Brädler (Freie Wähler) fehlte eine Aussage zur Kundenfrequenz und damit zum Verkehrsaufkommen. Er sei nicht grundsätzlich gegen den Drogeriemarkt, sähe aber ebenfalls ein Verkehrs- und Parkproblem. Notwendig sei die Entwicklung eines grundsätzlichen Einzelhandelskonzepts für die Gemeinde.

Für Rosi Drayer (SPD) gibt es ausreichend Einkaufsmöglichkeiten und Versorger in der Gemeinde. „Ich sehe den Benefit für unsere Gemeinde durch den neuen Markt nicht.“

Christian Burkhard (Grüne) sprach sich für Maßnahmen zum Schutz vor Parkierenden in der anliegenden Weiherstraße aus, wie bereits bei Nutzung der Straße bei Heimspielen am Sportplatz angedacht.

„Baurechtlich haben wir keinen Einfluss, es gibt keinen Ablehnungsgrund“, machte Elmar Maier (CDU) deutlich. Er habe viele positive Stimmen zur Ansiedlung eines Drogeriemarktes gehört. „Ich bin überzeugt, wir haben mit der damaligen Entscheidung, nur einen Discounter im Gewerbegebiet zuzulassen, die richtige Entscheidung getroffen und auch ein Drogeriemarkt geht in Ordnung“, sagte der Bürgermeister. In der Beschlussfassung stimmten neun Gemeinderatsmitglieder für den Drogeriemarkt, vier dagegen und zwei enthielten sich der Stimme.