Der Gemeinderat hat den Wirtschaftsplan der Gemeindewerke verabschiedet. Zu diesem Eigenbetrieb zählen die Stromeinspeisung aus einer Photovoltaikanlage, Wasser- und Nahwärmeversorgung. Der Anschluss der Nahwärme an die Biogasanlage Boller hat sich im ersten Winter bewährt. Für 2021 wird im Wirtschaftsplan ein Gewinn von 38.000 Euro ausgewiesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Den Wirtschaftsplan der Gemeindewerke für das Jahr 2021 stellte Gemeindewerksleiter Uwe Berger vor. Aus dem Stromverkauf durch Einspeisung werden Einnahmen von rund 12.000 Euro erwartet. Die Umsatzerlöse aus der Wasserversorgung wurden mit 500.000 Euro eingeplant. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Nahwärme lägen voraussichtlich bei 122.500 Euro. Größte Ausgabenposten sind bei der Wasserversorgung der jährliche Unterhalt des Wasserrohnetzes, der Hochbehälter, der Tiefbrunnen und der Austausch der Wasserzähler sowie der Unterhalt der Betriebsanlagen, Materialverbrauch und Personalkosten.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier schlagen immer wieder Wasserrohrbrüche zu Buche. Durch den Anschluss der Giebisquelle an den Hochbehälter Buck konnten Pumpkosten eingespart werden. Investitionen sind für die Erschließung der Neubaugebiete Hanfwiesen in Bergöschingen und des Teilgebietes Untere Lenggen in Lienheim vorgesehen.

„Die erste Saison mit Heizwasser aus der Biogasanlage Boller hat sehr gut geklappt. Wir brauchten nicht mit Öl zuheizen, trotz der Kälte“, resümierte Uwe Berger. Die Wärme wird seit Mai zu einem Festpreis von der Firma Boller Agrar-Energie GbR bezogen und ersetzt Hackschnitzel und Öl. In 2021 sollen weitere Maßnahmen zur Optimierung des Wärmenetzes durchgeführt werden, unter anderem eine Teilstrecke stillgelegt und die Übergabestationen der Kunden optimiert werden.

Sanierung weiterer Hochbehälter

Mittelfristig geht es an die Sanierung weiterer Hochbehälter. Für den Tiefbrunnen im Ried soll mittels hydrologischer Untersuchungen geprüft werden, ob und in welcher Form eine Erhöhung der Sicherheit notwendig sei, fügte Bürgermeister Martin Benz an. Die Quellen haben sich durch den vielen Regen und die Schneefälle wieder erholen können. Der Gemeinderat stimmte dem Wirtschaftsplan mit einem Jahresgewinn im Erfolgsplan von 38.000 Euro und Einnahmen und Ausgaben im Vermögensplan von 309.000 Euro zu. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Der Schuldenstand der Gemeindewerke wird nach Kredittilgungen in Höhe von 124.529 Euro voraussichtlich Ende des Jahres 1,1 Millionen Euro betragen.