Mit knapp 59 000 Euro Gewinn wurden im Jahr 2017 im Gemeindewald fast 10 000 Euro mehr erwirtschaftet als erwartet, ein erfreuliches Ergebnis. Der Holzeinschlag lag mit 2801 Festmetern etwas über dem Planansatz. Die Stürme zu Jahresanfang 2018 richteten mehr Schäden als zunächst angenommen an. 3100 Festmeter Sturmholz gab es allein im Gemeindewald.

Eine erfreuliche wirtschaftliche Bilanz konnte Förster Michael Albrecht dem Gemeinderat vorlegen. 58 968 Euro wurden im Jahr 2017 im Gemeindewald erwirtschaftet. Der um 10 000 Euro höhere Gewinn resultierte zum Teil aus weniger Ausgaben im Wegebau, da nicht alle geplanten Wege instandgesetzt wurden. Die planmäßige Nutzung lag bei 66 Prozent, 13 Prozent wurden aufgrund von Insektenschäden durch den Borkenkäfer eingeschlagen. „Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr mehr Probleme durch den Borkenkäfer bekommen“, so die Prognose des Försters, da noch einiges an Sturmholz im Wald läge.

Den größten Anteil beim Holzeinschlag hatten Fichte mit 35 und Buche mit 29 Prozent. Überproportional zum Wuchs im Wald ist mit 13 Prozent der Einschlag bei der Esche aufgrund des Eschesterbens. Der Holzpreis sei relativ stabil geblieben. Die Nachfrage sei nach wie vor da. Allerdings werde das Holz nur langsam aus dem Wald geholt, so dass die Gefahr der Borkenkäferausbreitung steige.

Mit 2801 Festmetern liegt man über dem geplanten Ansatz von 2600 Festmetern. Um einen nachhaltigen Holzeinschlag zu gewährleisten ist das Jahressoll auf 2450 Festmeter festgelegt. „Der Holzeinschlag wird in den nächsten Jahren etwas zu reduzieren sein, um auf einen nachhaltigen Hiebsatz zu bekommen“, so Albrecht.

Dieses Jahr soll einiges in den Wegebau investiert werden. Durch Starkregen gab es insbesondere in Lienheim große Schäden. Von Schäden durch Sturm sind besonders Flächen im Herderner Wald betroffen, aber auch im Bereich um die Große Tanne und im Gewann „Im Brand“ in Hohentengen. Außerdem gab es viele Einzelwürfe. „Ein großes Dankeschön möchte ich bei der Aufarbeitung der Firma Schätzle, Gebhard Wagner und Reinhold Merkt aussprechen. Sie haben sehr gut gearbeitet.“ Förster Berthold Schmidt aus Küssaberg dankte Albrecht für die Holzaufnahme, die er vertretungsweise übernommen hatte.

Dem Vollzug des Forstwirtschaftsjahrs 2017 stimmte der Gemeinderat in der Sitzung einstimmig zu. Demnächst steht die Waldbegehung für den neuen zehnjährigen Forsteinrichtungszeitraum an.