Elf Helfer vom Angelsportverein, zehn Taucher der Tauchschule Hochrhein und vier Feuerwehrleute trafen sich beim Schwimmbad in Hohentengen zu ihrem gut organisierten Einsatz: Zum zweiten Mal in diesem Jahr organisierte der Angelsportverein Hohentengen zusammen mit der Tauchschule Hochrhein und der Freiwilligen Feuerwehr Hohentengen eine Rheinputzete.

In drei Gruppen gingen die Taucher bei – vergleichsweise – angenehmen 18 Grad Wassertemperatur am Steg beim Campingplatz ins Wasser. Die Aktion endete bei der Rheinbrücke am Zoll bei Schloss Röteln.

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Der Angelsportverein stellte ein Arbeitsboot zur Aufnahme der gefundenen Gegenstände im Wasser und mehrere Helfer, ausgestattet mit Leinen, zur Bergung von Gegenständen vom Land aus. Die Feuerwehr war mit ihrem Feuerwehrboot als Begleitboot unterwegs und nahm die Taucher für Pausen auf. Hier gab es warme und kalte Getränke.

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Auch bei der zweiten Aktion in diesem Jahr kam wieder Unglaubliches zum Vorschein: Vom Rasentrimmer über WC-Schüsseln und Waschbecken bis zum kompletten Backofen, Plastikfolien, Elektrogeräte und vieles mehr. Stephan Burger, Vorsitzender des Angelsportverein Hohentengen, versteht dieses Verhalten nicht.

„Aus den Augen aus dem Sinn“

„Es stimmt mich traurig, was die Leute alles arglos ins Wasser werfen. Überall hört und liest man von Umweltschutz, wieso hört dies am Wasser auf? Nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn. Der Schrott gehört genauso wenig in den Rhein wie das ganze Plastik und die vielen Zigarettenkippen. Sie töten einen Teil der Vegetation und sind schädlich für die Tiere und die Umwelt“, ärgert er sich.

500 Kilogramm Schrott bargen die Taucher auf der Strecke vom Campingplatz bis zum Schloss Rötteln – alles Dinge, die wahrhaftig nicht in ein Gewässer gehören.
500 Kilogramm Schrott bargen die Taucher auf der Strecke vom Campingplatz bis zum Schloss Rötteln – alles Dinge, die wahrhaftig nicht in ein Gewässer gehören. | Bild: David Mittig

Auf die erste Unterwasser-Aktion im Februar 2019 gab es viel positive Resonanz. Auch einige Rheinschwimmer bedankten sich, dass sie nun sicherer im Gewässer unterwegs seien können, denn immer wieder kommt es vor, dass sich Schwimmer an den Gegenständen verletzen.

Nach diesem erfolgreichen Einsatz, bei bestem Wetter, jedoch nur maximal eineinhalb Meter Sichtweite für die Taucher, ging es zur wohlverdienten Stärkung ins Bürgerhaus nach Herdern. Hier spendierte der Angelsportverein allen Helfern nach getaner Arbeit ein Mittagessen.