Fest zum Programm des vierwöchigen Erholungsaufenthaltes im Kreis Waldshut der Ferienkinder aus dem weißrussischen Ritschow gehört seit vielen Jahren eine Einladung der Gemeinde Hohentengen. Die Gemeinde stiftet einen Schwimmbadbesuch, die Familie Drayer ein Abendessen. Am Samstag sind die 40 Kinder und vier Betreuerinnen zurück in ihre Heimat gefahren und haben viele positive Eindrücke mitgenommen.

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Die Erholungsaufenthalte im Landkreis Waldshut sind eines der Projekte des gemeinnützigen Vereins Zukunft für Ritschow – Ein Leben nach Tschernobyl in der Region Gomel in Belarus (Weißrussland). Seit 2006 organisiert die Vorsitzende Hedi Müller aus Albbruck die Erholungsaufenthalte für Kinder aus der Region um Tschernobyl, die nach dem Reaktorunglück 1986 immer noch radioaktiv belastet ist. Seit dem vergangenen Jahr unterstützen sie Lena und Alexander Epple aus Hohentengen dabei, selbst Vereinsmitglieder und Gasteltern, die dieses Jahr die Hauptorganisation übernahmen. Auf ihren Aufruf hin, als Gasteltern Kinder für einen vierwöchigen Ferienaufenthalt aufzunehmen, haben sich sieben neue Familien in Hohentengen und Jestetten gefunden.

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Ein abwechslungsreiches Programm wurde für die Kinder zusammengestellt und über Spenden von Freunden des Vereins und Gemeinden finanziert. „Fast alle Gasteltern haben ihre Kinder zu den Aktivitäten angemeldet, das war toll“, freut sich Lena Epple. „Und auch, dass wieder Ärzte, Zahnärzte und Kieferorthopäden die ärztliche Betreuung übernahmen“, ergänzt Hedi Müller.

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Vor der Heimreise war im Lienheimer Schwimmbad noch einmal die Gelegenheit für ein Zusammentreffen aller Kinder aus Belarus und ihre Gastfamilien. Es herrschte eine herzliche Atmosphäre. Bei der unbeständigen Witterung hatten die Kinder das Bad fast für sich alleine und tobten sich vor der langen Reise noch einmal aus. Hinterher gab es Frikadellen, Kartoffelpüree, Tomaten und Gurken, ein beliebtes Gericht ihrer Heimat. Spendiert haben es wie immer Rosi und Stefan Drayer, die bei der Essensausgabe mit anpacken.

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Mehr als die Hälfte der Kinder war dieses Jahr das erste Mal dabei. „Für die Kinder ist es sehr wichtig, wieder nach Deutschland eingeladen zu werden, sie empfinden es als großes Glück“, weiß Hedi Müller, die selbst mehrmals im Jahr nach Gomel reist. „Vier Wochen eine gute Zeit zu haben, ist etwas Wertvolles, was sie in ihr Leben mitnehmen.“ Dafür nehmen sie auch die 28 Stunden Busfahrt gerne in Kauf.