Hohentengen a.H. Treffen von "Breitband Landkreis Waldshut": Backbone-Kabelverlegung beginnt im Klettgau

Der Zweckverband Breitband Landkreis Waldshut trifft sich. Vertreter der Mitgliedsgemeinden berichten vom Sachstand.

In Hohentengen fand die Versammlung des Zweckverbands Breitband Landkreis Waldshut statt. Im Zweckverband sind alle 32 Gemeinden des Landkreises Waldshut, der Landkreis selbst sowie die Gemeinde Schluchsee aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Mitglied. Er ist in beratender und organisatorischer Funktion tätig. Der Geschäftsführer Walter Scheifele präsentierte den Jahresabschluss 2016, des im selben Jahr gegründeten Zweckverbands. Aufgrund fehlender Bautätigkeiten konnten Rücklagen in Höhe von rund 117 500 Euro gebildet werden. Für das kommende Jahr wurde ein ausgeglichenes Ergebnis budgetiert.

Die Vertreter der 32 Gemeinden im Landkreis Waldshut haben sich zum Zweckverband Breitband Landkreis Waldshut zusammengeschlossen, um den Ausbau des flächendeckenden schnellen Internets voranzutreiben.
Die Vertreter der 32 Gemeinden im Landkreis Waldshut haben sich zum Zweckverband Breitband Landkreis Waldshut zusammengeschlossen, um den Ausbau des flächendeckenden schnellen Internets voranzutreiben. | Bild: Thomas Güntert

Sandra Mathis stellte die Informationsplattform „Bürger-GIS“ vor, die mit der neuen Internetseite des Landkreises (www.landkreis-waldshut.de) verlinkt ist. Eine interaktive Karte informiert über die Vorplanungen des Breitbandausbaus und die geplanten und abgeschlossenen Baumaßnahmen. Neben der groben Vorplanung ist kurz vor Baubeginn auch der verfeinerte Detailplan einsehbar. Die Ausbaupläne der einzelnen Gemeinden sind jedoch nicht in der Karte enthalten. Die Gemeinden sollen künftig jedoch auch nichtöffentliche Informationen abrufen können. Weitere Informationen gibt es auch direkt bei Sandra Mathis, die noch detailliertere Abfragemöglichkeiten zur Verfügung hat und unter der Telefonnummer 07751/86 24 50 erreichbar ist.

Sandra Mathis betonte, dass man aus der Bürger-GIS keine Rechtssprüche ableiten könne. In den örtlichen Amtsblättern gebe es zu gegebener Zeit zudem Informationen in konventioneller Form, damit die Bürger darüber informiert sind, ob ihr Grundstück tangiert wird oder wie weit die Leitung am Haus vorbeiführt. Walter Scheifele merkte an, dass der Baubeginn eigentlich im Bereich Klettgau geplant war. Dies wäre allerdings nicht umsetzbar gewesen, weil ein Mitverlegungsanspruch geltend gemacht wurde und ein Verfahren bei der Bundesnetzagentur anhängig ist. So ist man auf die Gemeinden Ühlingen-Birkendorf und Grafenhausen ausgewichen, obwohl man in den Wintermonaten lieber im Rheintal gebaut hätte.

Sandra Mathis stellte die interaktive Karte der Bürger-GIS vor, die der Öffentlichkeit als Informationsplattform dienen soll. Sitzend, von links: Andreas Nauroth vom Eigenbetrieb Hohentengen, Zweckverband-Geschäftsführer Walter Scheifele, Landrat Martin Kistler und Hohentengens Bürgermeister Martin Benz.
Sandra Mathis stellte die interaktive Karte der Bürger-GIS vor, die der Öffentlichkeit als Informationsplattform dienen soll. Sitzend, von links: Andreas Nauroth vom Eigenbetrieb Hohentengen, Zweckverband-Geschäftsführer Walter Scheifele, Landrat Martin Kistler und Hohentengens Bürgermeister Martin Benz. | Bild: Thomas Güntert

Bürgermeister Michael Scharf und Matthias Ketterer berichteten aus Bonndorf, wo man an der 15. von 24 Ausschreibungen sei und gleichzeitig die Hausanschlüsse vermarkte. „Die Zuschussbescheide und deren Fristen sind für die Gemeinden mörderisch“, merkte Scharf an, der im Kernort mit 70 Prozent und in den Ortsteilen mit mehr als 90 Prozent der Hausanschlüsse rechnet. Im April sollte das Ausschreibungsverfahren beendet sein. „Wir versuchen dann, innerhalb von drei Jahren unsere Stadt einmal umzugraben“, sagte Scharf.

Aus dem Raum St. Blasien berichtete Helmut Kaiser, Bürgermeister von Dachsberg und Ibach, dass man noch in der Planungsphase sei und im ersten Quartal 2018 mit den Ausschreibungen und Bürgerinformationsversammlungen beginnen will. Am weitesten ist der Eigenbetrieb Stühlingen, der seit Januar 2016 in 20 Bauabschnitten 96 Kilometer Trassenkabel verlegt, um jedem Haus in jedem der zehn Ortsteile den bestmöglichen FTTH-Anschluss zu ermöglichen. Bei 5000 Einwohnern rechnet der Eigenbetriebsleiter Cornelius Bauknecht bis 2020 mit 1200 Anschlussverträgen. „Es sind bereits 200 Kunden angeschlossen und einige warten nur noch auf das Signal", berichtete Cornelius Bauknecht.

Cornelius Bauknecht, Leiter vom Stühlinger Eigenbetrieb ZIS stellte die Baufortschritte der Backbone-Kabelverlegung in Stühlingen vor. Landrat Martin Kistler und Hohentengens Bürgermeister Benz konnten nur staunen.
Cornelius Bauknecht, Leiter vom Stühlinger Eigenbetrieb ZIS stellte die Baufortschritte der Backbone-Kabelverlegung in Stühlingen vor. Landrat Martin Kistler und Hohentengens Bürgermeister Benz konnten nur staunen. | Bild: Thomas Güntert

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