Volkshochschule Hohentengen und Kuno Mai, das ist eins. Schon seit 40 Jahren leitet der pensionierte Konrektor das Bildungswerk in der Gemeinde. Und das immer noch mit viel Freude. Neben Bewährtem wird mit Entspannungsseminaren auch in diesem Jahr wieder Neues angeboten.

Beginn mit einer Hand voll Kursen

Als sein Vorgänger, Rektor Franz Rücker, 1978 in Pension ging, hat Kuno Mai (76) die Aufgabe von ihm übernommen, das Bildungsprogramm für das Volksbildungswerk, wie es damals hieß, zusammenzustellen. „Damals gab es nur Blockflöte für Kinder, Leiter Kuno Mai, Englisch bei Gaby Rohrmann und einige Turnkurse“, erinnert er sich.

Angebot verzehnfacht sich

Rund 100 Unterrichtseinheiten waren es pro Jahr, stetig wurde das Angebot ausgebaut auf heute knapp 1000 Einheiten. Besonders die Sprachkurse, die immer noch den Schwerpunkt bilden, nahmen zu. Neben Englisch finden Kurse in Französisch, Spanisch und Italienisch für Anfänger, Fortgeschrittene und in Konversation statt, unterrichtet von Lehrkräften, Übersetzern und Muttersprachlern.

Gesundheitskurse gefragt

„Von Jahr zu Jahr gab es mehr Nachfragen nach gesundheitsfördernden Kursen, zurückgegangen sind die Kochkurse“, sagt Mai. Seit vielen Jahren werden Rückengymnastik, Kinderturnen und Konditionsgymnastik angeboten, dazu kamen Yoga und neu Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung. Bei den kreativen Kursen ist weiterhin Patchworken im Programm. Im Herbst plant die Gruppe eine Ausstellung im Bürgerhaus in Herdern.

Besondere Erinnerung

„Wer Ideen für neue Kurse hat, kann sich gerne bei mir melden“, zeigt sich Kuno Mai offen für Neues. Seit fünf Jahren ist er auch Vorsitzender des Kreiskuratoriums für Weiterbildung beim Landratsamt. Besonders in Erinnerung ist ihm ein Benefiz-Auftritt der amerikanischen Militärkapelle aus Stuttgart in den 80er Jahren geblieben, für die er private Übernachtungsmöglichkeiten organisierte. „Die haben gespielt wie verrückt, irrsinnig“, schwärmt er.

Vorträge nicht mehr so beliebt wie früher

Zurückgegangen sind die Vorträge. Früher interessierten besonders Reiseberichte. Hermann Schneider gab mit unzähligen Dias unter anderem Einblick in die Orchideenwelt, Herbert Fuchs in die Gemeindegeschichte. Wie lange möchte Mai die VHS noch leiten? „Das weiß ich noch nicht. Es macht mir nach wie vor Spaß, und ich bin immer gerne und voll dabei. Vielleicht bis 80.“