Jedes Jahr kommt sie wieder, die Zeit in der die Landwirte auf ihren Wiesen mit der Mahd, dem Mähen der Wiesen beginnen. Leider ist das für unser heimisches Wild, ganz besonders für die Rehe eine oftmals traurige und gefährliche Zeit. Diese haben die Angewohnheit, ihre jungen Rehkitze in der Wiese abzulegen und wenn dann die Landwirte mit ihren schweren und leistungsfähigen Maschinen kommen, werden oftmals die kleinen Kitze von den Maschinen tödlich verletzt.

Viele Jäger versuchen das dadurch zu verhindern, dass sie die Wiesen unmittelbar vor der Mähbeginn mit dem Hund absuchen, aber das funktioniert nicht immer reibungslos. Um dieses Problem in das Augenmerk ins Bewusstsein zu bekommen, hat sich unter anderem Heike Rutschmann dazu Gedanken gemacht, wie man diese Gefahr mindern könnte. Da ihr Mann auch Jäger ist, hat sie sich zusammen mit Edgar Egge bereits vor einigen Wochen das neue Lernort-Natur-Mobil des Kreisjägervereins nach Hohentengen geholt und sich dort von Anna Maria Ebner dazu informieren lassen. Für die aktuelle Situation zur Mäh-Zeit haben jetzt die Kinder im Kindergarten eigens ein paar Wildscheuchen gebastelt, die sie vergangene Woche auf den Wiesen der Landwirte Uli Baumgartner und Michael Sutter aufstellen konnten, damit dort die Rehe ihre Kitze nicht ablegen und die Mahd ungefährlich für den Wildnachwuchs stattfinden kann.

Diese Wildscheuchen sollen 24 Stunden vor der Mahd frühestens aufgestellt werden und halten durch ihre Geräuschkulisse und durch ihr funkelndes Aussehen das mit Hilfe einer Rettungsdecke erzeugt wird die Rehe fern. Die Kinder hatten vor allem auch sehr viel Freude bei ihrer Arbeit und im kommenden Jahr soll diese Aktion „Kids für Kitz wiederholt werden.