Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller besichtigte gemeinsam mit dem ehemaligen Agrarminister Willi Stächele, dem Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner sowie Mitgliedern des CDU-Ortsverbandes Hohentengen den innovativen Landwirtschaftsbetrieb der Familie Sutter. Anna und Franz Sutter halten rund 50 Milchkühe gehalten.

Wie Agraringenieur Franz Sutter erklärte, stand bei dem im Jahr 2011 erbauten Milchviehstall die Freiheit der Tiere im Vordergrund. Eine Besonderheit sind die erhöhten Standflächen mit Trennbügeln im Fressbereich, sogenannte Fressstände, die neben besserer Hygiene auch die Emissionen von Treibhausgasen reduzieren.

Sabine Hartmann-Müller zeigte sich insbesondere von der licht- und luftdurchfluteten Bauweise des Laufstalls beeindruckt. „Klimaschutz und eine artgerechte Nutztierhaltung werden hier auf vorbildliche Weise miteinander verbunden“, so die Abgeordnete. Franz Sutter erläuterte, wie mit Hilfe eines vollautomatisierten Melkroboters der Arbeitsalltag effektiv entlastet wird. „Insgesamt sind, neben der Zeitersparnis beim Melkvorgang, vor allem die über die Halsbänder der Milchkühe gesammelten Aktivitätsdaten beim Herden-Management nützlich“, betonte der Landwirt.

Die Agraringenieurin und Bauernhof-Pädagogin Anna Sutter erläuterte, wie Kinder und Jugendliche mit allen Sinnen im Rahmen des Landeskonzeptes „Lernort Bauernhof“ ein besseres Verständnis für die Lebensmittelerzeugung vermittelt bekommen. So besuchen regelmäßig Schulklassen den Sutter-Hof und werden vor Ort fachmännisch in der Verarbeitung von Grundnahrungsmitteln wie Milch und Getreide sowie dem Umgang mit Tieren geschult.

„Heutzutage kommen die meisten Kinder nicht mehr in Berührung mit alltäglichen Arbeiten auf einem Bauernhof. Sie wissen nicht, wie ihr tägliches Brot oder Müsli produziert wird.“ Es sei stets ein Höhepunkt der Hofbesuche, wenn die Kinder am Schluss Milch und frisches Obst kosten zu dürfen. „Die Erlebnisse prägen nicht nur die Kinder nachhaltig, auch uns Landwirte motivieren die positiven Rückmeldungen der Kinder und Lehrkräfte, weiterhin unseren Hof für Gäste zu öffnen und unser Lernort Bauernhof weiter zu entwickeln“, so die Bauernhof-Pädagogin.

„Der Bauernhof ist ein einmaliger Lern- und Erfahrungsraum. Durch einen Besuch wird ein besseres Verständnis für die Herstellung von Lebensmitteln vermittelt“, so Hartmann-Müller abschließend.