Spritzig, witzig und mit vielen tollen Ideen präsentierten sich die Akteure an den beiden gut besuchten Büttenabenden der Narrenzunft Bohnenviertel Hohentengen. Viel junges Narrenvolk war auf der Bühne – und es machte seine Sache ausgezeichnet. Es gab anhaltenden Beifall und immer wieder Lachsalven, auch für die Routiniers vom SC Hohentengen. Zum Auftakt heizten die Truubehüeter in neuem Kostüm kräftig ein, ehe Zunftmeisterin Sibylle Sträsler zum 49. Büttenabend der Narrenzunft Hohentengen unter dem Motto „Circus Varieté“ ein volles Haus begrüßte.

Kurzweilig, mit Witz und Anekdoten aus dem Dorfgeschehen sowie Seitenhieben auf die große und kleine Politik führten Direktor Bernd Feser und Clown Roger Harrer durch das dreieinhalbstündige Programm. Die richtigen musikalischen Akzente setzte das Duo „Enrico und Rosetta“. Immer eine Augenweide sind die jungen und ganz jungen Gardemädchen, die Gardetänze und Modernes gekonnt darboten und natürlich nicht ohne Zugaben von der Bühne gehen durften. Mit selbst geschriebener und choreografierter Geschichte präsentierte sich der Hexennachwuchs. Die etwas älteren Hexen boten eine temperamentvolle und mitreißende Broadway-Show, tanzten mit schönen Choreografien in toller Kostümierung zu den Musicalmelodien von "Sister Act" bis "Dirty Dancing" und ernteten stürmischen Beifall.

Immer eine Augenweide, die Mädchen der Tanzgarde der Narrenzunft.
Immer eine Augenweide, die Mädchen der Tanzgarde der Narrenzunft. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Schlimmes war den Gelbjackenhansele passiert: Ein Häs war verschwunden – eine atemberaubende Jagd auf der Bühne und per Videoclip konnte live mitverfolgt werden. Eile war geboten, denn: „Die Fasnacht steht vor der Tür.“ Auch hier gab es viel Beifall für den Einfallsreichtum. Frech, witzig, ein bisschen frivol und mit Lokalkolorit präsentierten sich die Nachwuchs-Bühnenschnüffler der Erzgräberclique. Ihr dilettantischer Überfall auf die Hohentengener Volksbank, gespickt mit überraschenden Ideen und akrobatischer Einlage, rief beim Publikum Lachsalven und begeisterten Beifall hervor.

<strong>Kriminalistisch: </strong>Eine Jagd durch das Dorf löste das Verschwinden eines Gelbjackenhansle-Häs’ aus. Komissar und Assistent machen sich auf die Suche.
Kriminalistisch: Eine Jagd durch das Dorf löste das Verschwinden eines Gelbjackenhansle-Häs’ aus. Komissar und Assistent machen sich auf die Suche. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Und wie immer gab es eine gute Geschichte zum Abschluss von den Akteuren des SC Hohentengen. Man schreibt das Jahr 1517, Martin Luther Benz hält Hof, an den Marktständen streiten sich Boller und Wagner um die Kundschaft – und ganz nebenbei wird das hiesige Volk aufs Korn genommen. Der Lacherfolg war garantiert, kräftige Beifallsbekundungen ebenso. Mit langanhaltendem Schlussapplaus dankten die Zuschauer für gut drei Stunden kurzweilige Unterhaltung.

<strong>Mitreißend: </strong>Eine temperamentvolle Broadway-Show boten die Akteure der Hexenclique.
Mitreißend: Eine temperamentvolle Broadway-Show boten die Akteure der Hexenclique. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €