Dvorak zu hören und zu spielen, ist eine Freude – das mit befreundeten Musikerkollegen in einem intimen Ambiente tun zu können, ein Genuss. Dies spürten auch die Zuhörer beim Abschluss-Konzert des „Festivals der Stille“. Mit großer Spielfreude und Exzellenz musizierten Daniel Hope und Daria Zappa (Violinen), Natalia Alexandrova Mosca (Viola), Nicola Mosca (Violoncello) sowie Yulia Miloslavskaya (Klavier) in der Kirche in Kaiserstuhl.

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Der britische Geiger Daniel Hope ist in der Musikerszene ein Begriff und steht für musikalische Vielfältigkeit sowie hohes Engagement für humanitäre Zwecke. Seit über 25 Jahren befindet er sich auf Welttournee und ist neben seiner Solistentätigkeit mit 25 Alben, verfassten Büchern sowie dem Kino-Dokumentarfilm „Der Klang des Lebens“ außerordentlich produktiv. Eine neue Aufgabe brachte ihm 2019 die Position als „Artistic Director“ der Frauenkirche Dresden.

Die Tessinerin Daria Zappa war von 2004 bis 2012 erste Geigerin des casal-Quartetts und konzertierte in der ganzen Welt. Heute führt sie die 2. Geigen im Zürcher Kammerorchester, arbeitet als Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin. Natalia Mosca ist seit 2006 am Opernhaus Zürich und musiziert im Barockorchester „La Scintilla“. Pianistin Yulia Miloslavskaya studierte am Moskauer Konservatorium sowie an der Zürcher Hochschule der Künste. Der in Turin geborene Nicola Mosca ist seit 2001 Solo-Cellist des Zürcher Kammerorchesters. Als Solist sowie in verschiedenen Ensembles musiziert er mit namhaften Orchestern und Dirigenten.

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Präsentiert wurde Kammermusik von Antonin Dvorak sowie inzwischen beinahe vergessene, volkstümliche Klänge zwischen Zigeunermusik und der Dorfmusik Osteuropas. Das ungewöhnlich mit zwei Violinen und Viola besetzte Terzett in C-Dur op.74 von Dvorak eröffnete den Abend. Ursprünglich für enthusiastische Laien 1887 gedacht, überstieg die Komposition die technischen Möglichkeiten der Musiker damals. Das war schon im 1. Satz in der Ausführung nachzuvollziehen. Mit Leichtigkeit gelang den Profis dieses Schmuckstück der Kammermusik.

Modernere Klänge durchströmten die Zuhörer im von Massimiliano Matesic komponierten Klavierquintett „Hubda“ (Tschechisch für Musik) – einer Hommage an tschechische und ukrainische Volkstänze. Nach einer kleinen Pause konnte das Publikum beim 2. Klavierquintett op.81 vollends in das romantische Schaffen Dvoraks eintauchen. Mit einer Anekdote aus „Hubda“ dankten die Akteure für den begeisterten Applaus.