In einem erneuten Anlauf soll am westlichen Ortseingang von Bergöschingen für den Bereich „Hanfwiesen“ ein Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren für sechs Grundstücke aufgestellt werden. Einstimmig billigte der Gemeinderat den Entwurf. Im nächsten Schritt können sich die Bürger in einer Informationsveranstaltung einbringen.

Bereits 2008 gab es erste Planungen, das bestehende Baugebiet links der Kreisstraße, aus Richtung Guggenmühle kommend, weiterzuführen, was am Grunderwerb durch die Gemeinde scheiterte, erläuterte Planer Elmar Maier. Die Fläche zwischen Weilergraben und Kreisstraße/Hanfwiesenstraße beträgt 0,75 Hektar, 5452 Quadratmeter davon sind Baufläche.

In zwei Reihen, mit einem Höhenunterschied von zwölf Metern, bedingt durch die Hanglage, sieht der Bebauungsplan vier Einfamilienhäuser im oberen und zwei Doppelhäuser oder vier Einzelhäuser im unteren Bereich vor. Probleme mache allerdings noch der Erwerb zweier Grundstücke. Eine Einbeziehung über einen Teilerwerb oder ein Umlageverfahren wird noch geprüft. Die Erschließung erfolgt über die oben gelegene Weilerstraße mit einer Wendeplatte. „Wir sind noch in der ersten Runde und ganz am Anfang. Gestalterische Elemente können gerne eingebracht werden“, sagte Bürgermeister Martin Benz.

Auf Anregung von Peter Schanz (Grüne) soll ein weiteres Grundstück einbezogen werden. Wie viele Grundstücke die Gemeinde Hohentengen für Bergöschinger vorhalten wird, soll noch festgelegt werden. Ebenso, ob im Sinne eines verdichteten Bauens drei statt zwei Wohnungen pro Einfamilienhaus zulässig wären. Aufgenommen wurde der Vorschlag, im oberen Teil auch Doppelhäuser zuzulassen und im unteren Bereich eine Reihenhausbebauung. Einstimmig wurde der Bebauungsplanentwurf vom Gemeinderat gebilligt und geht jetzt in die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit.

Neuberechnung für die Unterbringung von Flüchtlingen

Jedes Jahr werden zum 1. Juni die Gebühren zur Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen neu kalkuliert. Kristina Schwab vom Rechnungsamt legte die Kalkulation dar. In der Anschlussunterbringung in Herdern ergab sich 2017 eine Unterdeckung, sodass die Gebühr um 7 Euro auf 334,23 Euro pro Platz erhöht wird. Von den zwölf Einzelplätzen sind derzeit fünf belegt.

Bei den fünf Wohnungen der Asylunterkunft in Hohentengen ergab sich eine Überdeckung, sodass der Betrag pro Person und Monat um 26,61 Euro auf 169,35 Euro gesenkt werden kann. Alle Wohnungen sind belegt. Der Gemeinderat stimmte der Satzungsänderung in Bezug auf die Gebührenänderung mehrheitlich zu.