Schwerkranke Menschen, Sterbende und deren Angehörige vertrauensvoll begleiten und unterstützen, dass möchten die ehrenamtlichen Begleiter des Hospizdienstes Hochrhein. Neben den Einsatzgebieten in Bad Säckingen, Waldshut-Tiengen und Bonndorf wurde nach Abschluss eines Qualifizierungskurses für ehrenamtlichen Helfer jetzt in Hohentengen ein weiterer Standort ins Leben gerufen.

Sommerfest im Bad als Dankeschön

Dorothea Flaig, eine der drei Koordinatorinnen des Hospizdienstes Hochrhein, begrüßte zum Dankeschön-Sommerfest im Lienheimer Schwimmbad unter anderem Vorstandsmitglieder, Hospizmitarbeiter und die Bürgermeister Martin Benz und Manfred Weber. Insgesamt werden künftig 14 neue Begleiter, elf davon in Hohentengen, nach absolvierter Ausbildung für den Hospizdienst Hochrhein tätig sein.

Erste Schritte im November 2015

Erster konkreter Schritt, in Hohentengen eine Sterbebegleitung möglich zu machen, war ein Treffen von Gemeinderätin Rosi Drayer, Rolf Steinegger vom Caritasverband und Bürgermeister Martin Benz im November 2015, um das Vorgehen zur Errichtung einer Hospizgruppe in der Gemeinde festzulegen. In einer Veranstaltungsreihe wurden die Bürger für die Thematik sensibilisiert.

Im Juni 2017 begann unter der Leitung von Christel Friedrich die Vorbereitung in einem vier Wochenendmodule umfassenden Ausbildungskurs. Alle haben außerdem ein Sozialpraktikum absolviert und ein Abschlussgespräch geführt, bevor sie sich entschieden, ob sie tätig werden wollen.

"Wir möchten Ruhe hereinbringen in eine verzweifelte Situation. Sterben ist etwas ganz Normales", möchte Christel Friedrich vermitteln. "Je früher wir in eine Situation hinein dürfen, desto eher kann eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden, um gut helfen und unterstützen zu können", ist Dorothea Flaig überzeugt.

Neue Sterbebegleiter bereit für Einsätze

Mit Abschluss der Qualifizierung sind die neuen Begleiter jetzt einsatzbereit. Einmal monatlich findet ein Gruppentreffen der Ehrenamtlichen statt. Wer eine Begleitung wünscht, kann sich an die Koordinatorinnen des Hospizdienstes wenden, die ein erstes Gespräch mit den Schwerkranken und Sterbenden oder mit deren Angehörigen führen, die Bedürfnisse und Erwartungen abklären und eine passende Begleitung vermitteln.

"Sind unglaublich stolz"

"Es ist etwas gewachsen in unserer Gemeinde, auf das wir unglaublich stolz sein können", dankte Hohentengens Bürgermeister Martin Benz in seiner Ansprache allen an der Verwirklichung des Dienstes Beteiligten und wünschte den Aktiven, dass sie bei ihren künftigen Einsätzen mit der erforderlichen Offenheit empfangen werden.