Wenn viele Blas- und Choralmusikfans zusammen kommen, dann wird es, zumindest im benachbarten Kaiserstuhl, ein Choral-Festival. Zu einem solchen lud die Spielgemeinschaft Musikgesellschaft Kaiserstuhl – Musikverein Hohentengen in das altertümliche Städtchen ein. Mehr als 50 Musiker waren der Einladung gefolgt.

Ob stehend, auf Bänken, Treppenstufen oder Brunnenrand sitzend – die Zuschauer genossen vor schöner Kuisse die vielfältigen Melodien der Kirchenlieder aus verschiedenen Jahrhunderten.
Ob stehend, auf Bänken, Treppenstufen oder Brunnenrand sitzend – die Zuschauer genossen vor schöner Kuisse die vielfältigen Melodien der Kirchenlieder aus verschiedenen Jahrhunderten. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Ins Leben gerufen hat die Idee zu einer solchen Veranstaltung Beat Simeon, ehemaliger Dirigent der Musikgesellschaft Kaiserstuhl. Es sollte eine Gelegenheit für die in den Ferien daheim gebliebenen sein, Musik zu machen. Jetzt fand das Festival zum siebten Mal, diesmal unter der Leitung von Manuel Wagner, Dirigent der Spielgemeinschaft, statt.

Mitmachen konnte jeder, der ein Holz- oder Blechblasinstrument oder Schlagwerkzeug spielt. Im Internet gab es Informationen und Anmeldemöglichkeit, Bekannte wurden angesprochen, Vereine angeschrieben, einige kamen spontan hinzu, sodass zusammen mit der Spielgemeinschaft über 50 Musiker zu den Instrumenten griffen, um dabei zu sein, freute sich Andrea Menzi, Vorsitzende der Musikgesellschaft Kaiserstuhl. Beim Widderbrunnen in der Mitte des Städtchens postierten sich die Musiker.

Über 50 musikbegeisterte Holz- und Blechbläser und Musiker am Schlagwerk beteiligten sich am 7. Choral-Festival im hübschen Städtchen Kaiserstuhl. Die Leitung hatte Manuel Wagner.
Über 50 musikbegeisterte Holz- und Blechbläser und Musiker am Schlagwerk beteiligten sich am 7. Choral-Festival im hübschen Städtchen Kaiserstuhl. Die Leitung hatte Manuel Wagner. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Das Repertoire war, zumindest den Schweizer Musikern, bestens bekannt und umfasste mehrstimmige Kirchenlieder aus dem Choralbüchli. Zu hören waren vielfältige Melodien aus verschiedenen Jahrhunderten in ganz unterschiedlicher Stimmung. In zwangloser Atmosphäre haben sich die Gäste an diesem lauen Sommerabend auf Bänken, Treppenstufen und Brunnenrand postiert und lauschen den Melodien, während einige Fußgänger über die Gasse zwischen den altertümlichen hohen Häusern schlendern, Kinder spielen und Anlieger aus ihren Fenstern schauen. Eine schöne Idee und vielleicht nutzt der eine oder andere mehr im nächsten Jahr die Gelegenheit zu einem Spaziergang von Hohentengen ins Nachbarstädtchen, um eine besondere Musik vor einer besonderen Kulisse zu genießen.