Voll besetzt war die Pfarrkirche St. Maria beim letzten der vier Abschiedsgottesdienste von Pfarrer Marcus Maria Gut, der fast zwölf Jahre in der Seelsorgeeinheit Küssaberg-Hohentengen gewirkt hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Es war eine emotionale Verabschiedung, bei der eine große Herzlichkeit und Wertschätzung zu spüren war. Und es wurde deutlich: Die Seelsorgeeinheit wird ihren Pfarrer vermissen.

Ein herzliches Verhältnis hatte Pfarrer Marcus Maria Gut auch zu den Vereinen in den Gemeinden. Hier überreichen Tanja Burkhard-Wehrle vom Musikverein Stetten-Bergöschingen und Matthias Maier von der Spielgemeinschaft Hohentengen-Kaiserstuhl ein Geschenk zur Erinnerung (v.l.).
Ein herzliches Verhältnis hatte Pfarrer Marcus Maria Gut auch zu den Vereinen in den Gemeinden. Hier überreichen Tanja Burkhard-Wehrle vom Musikverein Stetten-Bergöschingen und Matthias Maier von der Spielgemeinschaft Hohentengen-Kaiserstuhl ein Geschenk zur Erinnerung (v.l.). | Bild: Sabine Gems-Thoma

An diesem Kirchweihsonntag erinnerte Pfarrer Gut an den Bau des Gotteshauses vor 500 Jahren, dessen Jubiläum im Oktober 2020 zusammen mit dem Abschluss der Außenrenovierung gefeiert wird. Pünktlich zur Verabschiedung war der erste Bauabschnitt geschafft: Der Turm erstrahlte nach seiner Sanierung in neuem Glanz.

Durch das Beten den Kontakt zu Gott aufrecht zu erhalten, sich ausrichten und aufrichten zu lassen, stellte Marcus Maria Gut die Kraft des Gebetes in den Mittelpunkt seiner Predigt. Sie durfte er selber und in vielen Begegnungen mit den Menschen in der Seelsorgeeinheit erfahren.

Wie in den anderen Pfarrgemeinden nutzten auch in Hohentengen viele Gläubige nach dem Abschiedsgottesdienst die Gelegenheit, sich persönlich von Pfarrer Marcus Maria Gut zu verabschieden.
Wie in den anderen Pfarrgemeinden nutzten auch in Hohentengen viele Gläubige nach dem Abschiedsgottesdienst die Gelegenheit, sich persönlich von Pfarrer Marcus Maria Gut zu verabschieden. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Sein größter Wunsch an die Gemeinden der Seelsorgeeinheit war, dass sie eine lebendige Gemeinde bleiben, in deren Zentrum Jesus Christus steht und in deren Mitte Gott spürbar wird. Und: „Bringt die Offenheit und das Vertrauen, die ich in zwölf Jahren erfahren durfte, auch dem entgegen, der nach mir hier stehen wird.“

Das könnte Sie auch interessieren

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gerlinde Ebi dankte herzlich für zwölf Jahre Weggemeinschaft, die für alle viel Positives gebracht habe. „Du warst ein Segen für uns!“ Und: „Wir geben zu: Wir werden dich vermissen.“ Für die Ministranten dankte Hannah Wagner. Sichtlich bewegt sprach Marcus Maria Gut noch einmal den Segen für alle.

Großer Bahnhof dann vor dem Pfarrsaal, wo der Pfarrer von den Musikvereinen Hohentengen-Kaiserstuhl und Stetten-Bergöschingen empfangen wurde, Zeichen der Verbundenheit auch mit den Vereinen in den Gemeinden. Klar, dass er zum Badner-Lied den Dirigentenstab führen musste – und wieder mit mehr als den bekannten zwei Strophen glänzte. Beim Aperó im Pfarrsaal dankte Bürgermeister Martin Benz für das ungeheure Engagement, Bezug und Integration ins Gemeindeleben. „Du hast dir große Hochachtung und Wertschätzung erworben. Denn du warst immer da für die Menschen.“ Und wünschte: „Dass du die Menschen am neuen Wirkungsort genauso überzeugen und begeistern kannst wie bei uns.“

Großer Bahnhof vor dem Pfarrsaal. Die Musikvereine Hohentengen-Kaiserstuhl und Stetten-Bergöschingen empfingen Pfarrer Marcus Maria Gut. Ehrensache, dass er das große Orchester dirigieren durfte.
Großer Bahnhof vor dem Pfarrsaal. Die Musikvereine Hohentengen-Kaiserstuhl und Stetten-Bergöschingen empfingen Pfarrer Marcus Maria Gut. Ehrensache, dass er das große Orchester dirigieren durfte. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Abschied mit Worten und Umarmungen

Mit einer Collage unter dem Titel „Marcus, der Baumeister“, dankte Gerhard Bachmann vom Kirchenbauverein für die intensive Baubegleitung der Kirchenhäuser. Dank und Wertschätzung sprachen Lucia Burger für die Messner, Andrea Steppeler für den Kirchenchor, Diakon Spitznagel für das gemeinsame Wirken und das Altenwerk, Elisabeth Etspüler für die vergnüglichen Fasnachtszusammenkünfte aus. In langer Reihe verabschiedeten sich die Mitglieder der Seelsorgeeinheit mit herzlichen Worten, Umarmungen und manches Mal auch feuchten Augen.

Neue Pfarrstelle

Zum ersten Advent 2007 trat Marcus Maria Gut (53) in der Seelsorgeeinheit St. Christophorus Küssaberg-Hohentengen seine erste eigene Pfarrstelle an. Sein Dienst in der Seelsorgeeinheit endete am 20. Oktober 2019. Seine neue Wirkungsstätte ist die Seelsorgeeinheit in Wollmatingen-Allensbach. Hier beginnt er seinen Dienst zum 1. Advent.