Große Prominenz in der Gemeinschaftsschule Rheintal in Hohentengen: Die bekannte Schauspielerin Katja Riemann und das vielfach ausgezeichnete Casal-Quartett (Felix Froschhammer, Rachel Späth, Markus und Andreas Fleck) waren im Rahmen des Projekts "Rhapsody in School" zu Gast. Rund 30 gespannte Schüler aus den Klassen 5 bis 9 drängten sich im Musiksaal, als Schulleiterin Silvia Nicolai die seltenen Gäste begrüßte.

Das Projekt "Rhapsody in School" wurde 2005 von dem Pianisten Lars Vogt gegründet und bringt vor allem Musiker in die Schulen. Sie erzählen den Schülern von ihrem Alltag, stellen sich ihren Fragen und wollen ihre Neugier und Freude an klassischer Musik wecken. Glücksfall für Hohentengen war zum einen, dass Rachel Späth (Violine) und Markus Fleck (Viola) ortsansässig sind und ihre Kinder die Rheintalschule besuchen, aber auch, dass das Quartett am gleichen Abend gemeinsam mit Katja Riemann eine musikalische Lesung gestaltete. Daraus stellten sie jetzt gemeinsam locker einen kleinen Ausschnitt vor. Vor allem die unbekümmerte Haltung von Katja Riemann und den Musikern lockerte schnell die Atmosphäre, so dass die Schüler anschließend gerne ihre vorbereiteten Fragen los wurden. Hier eine kleine Auswahl: Was kostet so ein Instrument? Wie sind Sie Schauspielerin geworden? Mit welchem Partner würden Sie am liebsten spielen? Ihr Lieblingsfilm? Ist es schwer, auf dem Cello, die Töne zu treffen? Wie haben Sie sich als Quartett gefunden? Warum überhaupt der Name Casal? Eineinhalb Stunden vergingen wie im Fluge. Vor allem die Schüler aus der Theatergruppe der Schule wollten viel von Katja Riemann wissen.

Und man erfuhr auch, wie die Künstler zu ihrem Beruf kamen. "Das ist kein Hobby, bei uns sind Arbeit und Hobby eins", so Markus Fleck. Und Katja Riemann, die eigentlich Tänzerin werden wollte, erzählt: "Tanz war zu wenig für mein Gehirn. Für mich gehören Musik, Tanz und Theater zusammen." Da gab es noch viele Fragen und sogar noch eine kleine fetzige Darbietung der Musik-AG unter Lehrer Sebastian Benzing. Dann aber kam der Ansturm auf Autogramme, die von den Künstlern aus Platzmangel kniend am Boden bewältigt wurden. Und sie staunten: "Die Schüler waren ja unglaublich brav!"