Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu, die Planung für das Schuljahr 2018/19 steht. An der Gemeinschaftsschule Rheintal Küssaberg-Hohentengen können vier weitere Deputate für die Klassen 1 bis 10 besetzt und dadurch der Ergänzungsbereich erweitert werden. 146 Grundschüler und 157 Gemeinschaftsschüler besuchen die GMS Rheintal. 31 Lehrkräfte in Voll- und Teilzeit unterrichten hier, dazu kommen drei Religionsfachkräfte und drei Referendare.

Bestimmtes Stundenkontingent

Jeder Schule steht ein bestimmtes Stundenkontingent für den Pflichtbereich und den Ergänzungsbereich zur Verfügung, erläutert Rektor Timo Feigl, der zum Schuljahr 2017/18 zusammen mit Matthias Lutz die Schulleitung übernahm. Der Pflichtbereich sei erfüllt, im Ergänzungsbereich, zum Beispiel für AG´s, Förderstunden und die Möglichkeit zur Individualisierung, fehle es. "Doppelbesetzungen sind momentan nicht in dem Umfang möglich, wie wir es für die Arbeitsweise der GMS wünschen würden", sagt Feigl.

Neue Lehrkräfte in Aussicht

Für das neue Schuljahr sind vier neue Lehrkräfte in Aussicht. Für die Primarstufe (Klasse 1 bis 4) werden eine neue Vollzeit-Lehrkraft aus dem Gymnasialbereich und einer der derzeit drei Referendare mit einem halben Deputat dazukommen; für die Sekundarstufe gibt es zusätzlich eine Gymnasiallehrkraft mit vollem Deputat, eine Sekundarstufenkraft mit halbem Deputat und zwei Referendare mit jeweils einem halben Deputat. Für die GMS konnten die neuen Kräfte über schulbezogene Ausschreibungen gewonnen werden. Wie viele Stellen ausgeschrieben werden dürfen, legen Regierungspräsidium und Schulamt fest. "Die Zusammenarbeit mit dem Schulamt läuft sehr gut", lobt Feigl.

Zwei Verfahren zur Lehrkräfteeinstellung

Grundsätzlich gibt es zwei Verfahren zur Lehrkräfteeinstellung. Im zweiten Verfahren werden Lehrkräfte über eine landesweite Liste zugewiesen, was sich noch bis Ende September hinziehen kann. "Dadurch, dass ich schon vier Deputate besetzten konnte, sieht es für das neue Schuljahr ganz gut aus. Abgänge sind keine zu verzeichnen", so Rektor Feigl. Offen ist allerdings, ob die drei eingesetzten Nebenlehrkräfte, das sind zum Beispiel Fachkräfte ohne zweites Staatsexamen, die derzeit überwiegend im Pflichtbereich eingesetzt werden, bleiben können. "Da kommt es darauf an, ob uns über die Liste weitere Lehrkräfte zugewiesen werden."

Wie kann Schule Lehrerversorgung verbessern?

Für Timo Feigl, Mitglied der 2016 im Landkreis Waldshut gegründeten "Allianz der Schulleitungen" und zusammen mit Stefan Ruppaner von der Alemannenschule Vertreter der Gemeinschaftsschulen in der "Vor-Ort-Arbeitsgruppe", ist wichtig, sich um Referendare zu bemühen, die dadurch die Schule kennenlernen, bei den Ausschreibungsverfahren mitzumachen und Augen und Ohren offen zu halten, um auch auf Nichterfüller zurückgreifen zu können. Von denen gäbe es allerdings nicht sehr viele.

Schulamtsdirektorin Katharina Haag
Schulamtsdirektorin Katharina Haag | Bild: Erich Dahm

"Klarheit bei Versorgungssituation bis spätestens 30. September"

Schulamtsdirektorin Katharina Haag ist stellvertretende Leiterin des Staatlichen Schulamtes Lörrach und als Personalschulrätin mit der Unterrichtsversorgung betraut. Wir fragten nach, wie sie die Lehrersituation im Hinblick auf das neue Schuljahr einschätzt.

Frau Haag, wie ist die Tendenz in der Lehrerversorgung zum neuen Schuljahr im Landkreis Waldshut?

Dazu können wir erst nach Abschluss aller Versetzungs- und Einstellungsverfahren Auskunft geben. Wir gehen davon aus, dass die Situation ähnlich sein wird wie im vergangenen Jahr.

Gibt es Verbesserungen? Wodurch konnten sie erreicht werden?

Verbesserungen konnten erreicht werden durch das Maßnahmenpaket des Kultusministeriums und auch durch den engagierten und loyalen Einsatz unserer Schulleitungen und der "Allianz der Schulleitungen im Landkreis Waldshut".

Bis wann wissen die Schulen, wie viele Lehrkräfte ihnen im neuen Schuljahr zur Verfügung stehen?

Bis spätestens 30. September werden alle Schulen Klarheit über ihre Versorgungssituation haben. Selbstverständlich arbeiten wir mit Hochdruck daran, dass möglichst viele Entscheidungen bereits vor Beginn der Sommerferien gefällt und kommuniziert werden. Aufgrund permanenter Veränderungen (Klassenbildungen, Absagen von Bewerbern und anderem) kommt es aber immer wieder zu Planungsunsicherheiten und Verschiebungen.

Fragen: Sabine Gems-Thoma