Was krabbelt denn da im Bach? Die Zweit- und Drittklässler der Gemeinschaftsschule Rheintal wissen es jetzt ganz genau. Denn bei ihnen hat das Fischmobil des Landesfischereiverbandes Station gemacht. Zusammen mit Biologin Anna Dewert und Stephan Burger vom Angelsportverein Hohentengen erlebten die Schüler drei spannende Schulstunden beim Mühlebach in Hohentengen.

Gar nicht so leicht zu finden, die kleinen Lebewesen. Da muss man schon genau gucken und unter Steinen oder Pflanzenteilen nachschauen.
Gar nicht so leicht zu finden, die kleinen Lebewesen. Da muss man schon genau gucken und unter Steinen oder Pflanzenteilen nachschauen. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Die Idee, das Fischmobil vor Ort zu bringen, hatte Stephan Burger, Vorsitzender des Angelsportvereins Hohentengen, und fand bei der Schule ein offenes Ohr. „Das Fischmobil ist eine tolle Sache. Die Kinder sind begeistert dabei und erleben hier drei spannende Lehrstunden“, freut er sich über die gute Resonanz. „Wir als Angler verstehen uns als Naturschützer und möchten die Kinder für die Natur interessieren.“

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Schüler verblüffen mit Fachwissen

Da ist das Projekt „Fisch on Tour“ genau das Richtige. Im Nu hat Anna Dewert die 21 Zweitklässler und ihre Lehrkräfte Michelle Niendorf und Nathalie Weidner in ihren Bann gezogen. „Welche Fische kennt ihr schon und wo sind sie auf dem Fischmobil zu finden?“ Einige Schüler sind richtige Experten, kennen sogar die Nase und wissen, dass der Aal als einziger Fisch an Land kommen kann. Aber nicht nur Fische sind am Rhein zu finden, auch Vögel, Reptilien, Käfer und Libellen.

Da bewegt sich etwas – mit dem Kescher haben die Zweitklässler die Kleinstlebewesen aus dem Mühlebach herausgefischt und zur Beobachtung in die Schale gegeben.
Da bewegt sich etwas – mit dem Kescher haben die Zweitklässler die Kleinstlebewesen aus dem Mühlebach herausgefischt und zur Beobachtung in die Schale gegeben. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Blick in die Welt des Kleinsten

„Jetzt wollen wir uns mal die ganz kleinen Tierchen anschauen. Sie sind wichtig, als Nahrung für die größeren“, erklärt Anna Dewert. Ausgerüstet mit Kescher und Wasserschale geht es an den Mühlebach. Eifrig halten die kleinen Forscher Ausschau nach den Winzlingen. Flohkrebse, die Larven von Eintags-, Steinfliege, Gelbrandkäfer und Schnecken zeigen sich. Fünf Mikroskop-Tische sind bereits aufgebaut und jetzt wird der Fund untersucht.

Spannend: Mittels Pipette und speziellem Löffel werden die winzigen Lebewesen in ein Wasserglas gegeben und unter dem Mikroskop untersucht. Stephan Burger vom Angelsportverein Hohentengen assistiert dabei.
Spannend: Mittels Pipette und speziellem Löffel werden die winzigen Lebewesen in ein Wasserglas gegeben und unter dem Mikroskop untersucht. Stephan Burger vom Angelsportverein Hohentengen assistiert dabei. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Mit Hilfe einer Mappe werden die Insekten anhand ihrer Merkmale identifiziert und gezeichnet. „Eine Fliege hat sich gerade gehäutet und breitet die Flügel aus“, berichtet ein Team aufgeregt. Die Begeisterung, die Natur hautnah zu erleben, ist groß.

Fragen rund ums Angeln

Fragen zum Angeln beantwortet Stephan Burger. Ab zehn Jahren können Jugendliche einen Jugendfischereischein auf der Gemeinde erwerben und zusammen mit einem erfahrenen Angler, der eine Loskarte besitzt, ans Gewässer gehen. Die Jugendabteilung des ASV Hohentengen hat derzeit 14 Mitglieder und freut sich über weitere. Wer sich interessiert, findet alle Infos des Vereins im Internet: www.angelsportverein-hohentengen.de