Erneut beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Planentwurf für das neue Gewerbegebiet „Riedäcker-Höhen“ in Hohentengen. Statt einer Vorschrift zur Begrünung der Dachflächen als Ausgleichsmaßnahme für die bebauten Flächen soll jetzt eine intensiv genutzte Wiesenfläche in eine Magerwiese umgewandelt werden. Im September wird über die endgültige Planung und Aufstellung des Bebauungsplans beschlossen. Um 2,6 Hektar Fläche soll das bisherige Hohentengener Gewerbegebiet in östlicher Richtung erweitert werden.

Alternative für Dachbegrünung

In einer ersten naturschutzfachlichen Einschätzung durch das Landschaftsarchitektenbüro Burkhard-Sandler war als Ausgleichsmaßnahme für den Eingriff in die Natur unter anderem eine extensive Begrünung von Dachflächen vorgeschlagen worden. Da dies für die Grundstückseigentümer erhebliche Mehrkosten verursachen würden, wurde außerdem nach weiteren Möglichkeiten gesucht.

Grundstückskauf für Umwandlung zur Magerwiese

Neben der Erstellung von privaten Grünflächen, der Erweiterung einer Feldhecke, Entwicklung einer Magerwiese und Baumpflanzungen soll jetzt statt einer Dachbegrünung eine als FFH-Gebiet ausgewiesene Wiesenfläche von 8600 Quadratmetern innerhalb des Bebauungsgebiets aus der bisherigen intensiven Nutzung und Düngung herausgenommen und in eine ökologisch wertvolle Magerwiese umgewandelt werden, erläuterte Christian Burkhard. Dazu möchte die Gemeinde die Fläche erwerben.

Umweltbericht wird erstellt

Elmar Maier, Planer des Bebauungsgebiets, stellte das Ergebnis der frühzeitigen Behördenbeteiligung und eine aktualisierte Planung vor. Im September wird über den endgültigen Bebauungsplan beschlossen. Derzeit wird der Umweltbericht erstellt.

Zustimmung für Bauvorhaben

Keine Einwände hatte der Gemeinderat gegen den Neubau einer Lager- und Maschinenhalle der Eheleute Anna und Franz Sutter in Lienheim. Grünes Licht gab es für den Umbau einer Scheune zu acht Wohnungen in der Langgasse/Oberdorfstraße in Herdern, nachdem die bisherigen Bedenken ausgeräumt werden konnten. Die Anzahl der Stellplätze wurde auf 16 erhöht, das Verlegen einer Leitung durch die Straße zurückgezogen.

Ingenieurvertrag für "Soziales Projekt Pfarrwiese"

Zustimmung gab es vom Gemeinderat für den Abschluss eines Ingenieurvertrags mit dem Büro Schanz Architekten über 567 630 Euro und die Tragwerksplanung durch das Ingenieurbüro Rotkamm über 119 000 Euro für das auf sechs Millionen Euro geschätzte „Soziale Projekt Pfarrwiese“. Vertagt wurde der Tagesordnungspunkt Nahwärmeversorgung über die Zusammenarbeit mit der Agrar Energie GbR, da aufgrund ausstehender Unterlagen von der GbR Boller eine rechtzeitige Klärung bis zur Gemeinderatssitzung nicht möglich war.