Ein Brand in einer privaten Trafostation einer Reithalle in Herdern führte in der Nacht auf Dienstag von 0.30 bis 5.30 Uhr zu einem Stromausfall in der Gesamtgemeinde. Als der Brand gegen 3 Uhr gelöscht war, gab es eine zweite Brandmeldung. Ein Schaltkasten bei der Kläranlage in Hohentengen brannte. Die Ursache für die Brände ist noch unbekannt. Da die Versorgung bereits am frühen Morgen wieder funktionierte, werden nicht alle Bewohner den nächtlichen Vorfall bemerkt haben. Bürgermeister Martin Benz informierte, dass um 0.30 Uhr die Feuerwehrmelder Alarm gaben und die Freiwillige Feuerwehr mit 32 Feuerwehrleuten ausrückte, um den Brand in der Trafo-Station Reithalle zu löschen. Mit ausgerückt war auch der technische Leiter der EVKR, Daniel Scheuble.

Stromausfall in der Gesamtgemeinde

Der Brand verursachte einen Ausfall der Stromversorgung in der Gesamtgemeinde. Nach dem Löschen wurde versucht, den Strom sukzessive zuzuschalten, was aber aufgrund der nicht feststellbaren Schadensursache nicht erfolgreich war. Vermutet wird ein Kabelschaden, der aber noch verortet werden muss. Während der Zuschaltung wurde mehrfach die Sirene in Lienheim ausgelöst.

Zweiter Einsatz für Feuerwehr

Kurz nachdem die Feuerwehr die Ausrüstung nach dem Brand wieder einsatzbereit gemacht hatte, kam um 3 Uhr eine Alarmmeldung an Gesamtkommandant Markus Gampp über Rauchentwicklung bei der Trafostation der Kläranlage. Von Klärwärter Florian Ottich, selber vorher im Einsatz, war bei einem Kontrollgang auf der Kläranlage Rauch bemerkt worden. Erneut waren 22 Feuerwehrleute im Einsatz.

Notstromaggregat sichert Wasserversorgung

Zwischenzeitlich waren sechs Mitarbeiter der EVKR vor Ort im Einsatz, um den Strom zuzuschalten und die Schadensursache örtlich einzugrenzen. Für die Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein Notstromaggregat bereitgestellt. Ein zweites von den Stadtwerken Waldshut von den EVKR Mitarbeitern auf der Kläranlage eingesetzt. Die Versorgungssicherheit mit Wasser war somit jederzeit gewährleistet, die Entsorgungssicherheit mit Inbetriebnahme des Notstromaggregats. Ab 5.30 Uhr war die Stromversorgung für die Gesamtgemeinde wieder hergestellt, bereits vorher konnten Teile der Ortsnetze wieder versorgt werden.

Bürgermeister lobt Feuerwehr

"Mein Dank gilt dem äußerst kompetent und schnell durchgeführten Einsatz der Feuerwehr, an der Spitze Gesamtkommandant Markus Gampp, und den Fachleuten der EVKR, an der Spitze Daniel Scheuble. Es hat perfekt funktioniert", gab es ein großes Lob des Bürgermeisters für alle Einsatzkräfte. Jetzt wird die Schadensursache weiter eingegrenzt und unverzüglich behoben. Derzeit wird die Gemeinde über Netzumschaltungen mit Strom versorgt.