Es war einfach fabelhaft, was die Grundschüler der Theater- und Chor-AG der Gemeinschaftsschule Rheintal unter der Leitung von Annette Jäger und Andrea Ilg auf die Bühne zauberten. Zwei Stunden lang wurden die wilden Abenteuer von „Ronja Räubertochter“ in und um die Mattisburg lebendig. Es wurde getanzt, gerauft, geschimpft und sich versöhnt. Für die hervorragende Leistung der jungen Akteure gab es viel Beifall und sogar stehende Ovationen. Es war ein außergewöhnliches Projekt, was sich die Theater AG an der Schule Hohentengen unter der Leitung von Lehrkraft Annette Jäger vorgenommen hatte – und es war ganz außergewöhnlich, was die jungen Akteure auf den drei Bühnenplätzen zeigten.

Schon beim Betreten der Mehrzweckhalle fühlte man sich in den schwedischen Räuberwald versetzt, mit Blick auf die Burg des rauflustigen Räuberhauptmanns Mattis (Letizia Daudey). Der wohnt mit seiner couragierten Frau Lovis (Eliana Kaiser), seinen Kumpanen und Glatzen Per (Vivienne Maier) auf der Mattisburg. Hier wächst die mutige Tochter Ronja auf (Vivienne Scheuble), die eines Tages auf Birk (Lena Lesch), den Sohn der verfeindeten Räuberbande Borkas (Carlotta Laake) und seiner Frau Undis (Milena Mayer) trifft. Die beiden retten sich nicht nur gegenseitig das Leben, sondern bestehen auch viele Gefahren und Abenteuer in Wald und Höhle, wo ihnen schauerliche Wilddruden, Rumpelwichte und Graugnome begegnen. Schließlich bringen sie die verfeindeten Räuberbanden, die sich deftige Wortgefechte am Höllenschlund liefern, wieder zusammen, entsagen selber aber dem rauen Räuberleben und gehen ihre eigenen Wege.

Unterstrichen wurde die schaurige, wilde, aber auch rührende Stimmung durch Musik und Chorgesang, ein Duett von Piano und Geige und die Pianobegleitung von Andrea Ilg. Als die letzten Töne des fröhlichen Feierns auf der Mattisburg verklungen sind, gibt es begeisterten Beifall für die großartige Leistung aller Akteure. „Ihr habt eine Riesenherausforderung angenommen, einen Riesenberg bewältigt und souverän gemeistert“, war Annette Jäger, die ihre talentierte Schauspieltruppe in fünfmonatiger Arbeit mit viel Herzblut bestens vorbereitet und selber die Kulissen gestaltet hatte, berechtigt stolz auf ihre Schüler. Und denen hatte es sichtlich Spaß gemacht.

Bei den Kostümen und in der Maske unterstützten die Eltern, bei der Technik Felix Benz, bei den Aufbauten Hausmeister Bernhard Thoma, bei der Kulisse Naim Yürümez, finanziell halfen der Förderverein und die Lauffenmühle mit einer Stoffspende. „Das ist nur möglich, wenn es Kollegen mit viel Idealismus gibt“, dankte Schulleiterin Sylvia Nikolai den Schülern und ihren engagierten Lehrkräften mit einem großen Kompliment.