Es gibt noch Potenzial in Sachen Tourismus in der Gemeinde Hohentengen. Das macht das von der Gemeinde in Auftrag gegebene erste Kurzkonzept der Tourismus- und Regionalberatung Futour Südwest deutlich. Punkten kann die Gemeinde vor allem mit einer attraktiven Landschaft und der Lage am Rhein, die vielfältige Freizeitmöglichweiten bieten.

Konsens war es in einer ersten Diskussion im Gemeinderat im Februar 2018, dass der Tourismus ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor sei und gefördert werden solle. Dirk Monath von der Futour Südwest stellte jetzt im Gemeinderat ein erstes Konzept dazu vor. Acht Besuche fanden in der Gemeinde statt, es wurden Gespräche mit Restaurant-, Pensions- und Campingplatzbetreibern sowie Verkehrsverein, Vermietern und anderen am Tourismus Beteiligten geführt. Im Dezember gab es einen Workshop im Rathaus, um auszuloten, welche Themen genauer unter die Lupe genommen werden sollen. Deutlich wurde: Der Tourismus wird in der Gemeinde zu wenig als solcher wahrgenommen.

Ein besonderes Erlebnis: Paddeln, sich treiben lassen, Bootfahren, Schwimmen und Tauchen im Rhein, umgeben von purer Natur.
Ein besonderes Erlebnis: Paddeln, sich treiben lassen, Bootfahren, Schwimmen und Tauchen im Rhein, umgeben von purer Natur. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Derzeit erfolgen die Übernachtungen zu circa 50 Prozent durch Geschäftsreisende, 30 Prozent besuchen Familie und Bekannte in der Region, 20 Prozent sind Radtouristen. Wünschenswert wäre eine Steigerung der Zahl an tatsächlichen Urlaubsgästen. Und: Hohentengen habe Alleinstellungsmale, die es zu bewerben gelte: unter anderem eine außerordentlich attraktive Landschaft sowie den Rhein als prägendes Merkmal mit Freizeitangeboten im und am Wasser. „Nur ein geringer Teil der Übernachtungsgäste wählt Hohentengen aktiv aus“, stellte Monath fest.

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Vorschläge für Hohentengen wären, den klassischen Tourismus zu stärken und weitere Angebote für Übernachtungen zu schaffen, die Zusammenarbeit zwischen Tourismusinformation und Betrieben zu verbessern, Aufstockung des Stellenumfangs der Tourismusfachkraft und eine attraktivere Lage des Tourismusbüros, der Aufbau von Kooperationen und regionaler Zusammenarbeit sowie eine Herausstellung der touristischen Stärken.

Eines der Alleinstellungsmerkmale der Gemeinde Hohentengen im Bereich Tourismus ist die Rheinnähe mit den natürlich belassenen Uferbereichen. Hier bieten sich für viele Wasserbegeisterte attraktive Freizeitmöglichkeiten.
Eines der Alleinstellungsmerkmale der Gemeinde Hohentengen im Bereich Tourismus ist die Rheinnähe mit den natürlich belassenen Uferbereichen. Hier bieten sich für viele Wasserbegeisterte attraktive Freizeitmöglichkeiten. | Bild: Sabine Gems-Thoma

„Die Attraktivität sollte nach und nach, in kleinen Schritten erhöht werden. Sie bedeutet auch eine Steigerung der Lebensqualität für die Menschen der Region“, so Monath. Als Beispiele nannte er besser gekennzeichnete Ein- und Ausstiegsstellen am Rhein, Verbesserung der Informationen für Etappen-Radler, mehr und attraktivere Stellplätze für Zelt-Touristen. Klar wurde, es gibt nur Verbesserungen, wenn alle Beteiligten mitziehen, das Thema könne nicht der Gemeinde allein überlassen werden, machte Bürgermeister Martin Benz deutlich.

Einstimmig war der Gemeinderat dafür, das Konzept weiterzuverfolgen. „Jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, das Ganze in Gang zu bringen“, so der Bürgermeister. Um sinnvolle Maßnahmen und dir richtigen Schritte festzulegen, wird es einen weiteren Workshop und Gespräche mit den Beteiligten geben. Eine Arbeitsgruppe Wandern gibt es bereits, und eine AG Rhein will aktiv werden.