Das herausragende Projekt der nächsten Jahre ist in Hohentengen das „Soziale Projekt Pfarrwiese“. Es ist geplant mit zwei ambulant betreuten Wohngemeinschaften, Wohnraum, Arztpraxen, Generationentreffpunkt und Café. Die Kosten sind auf sechs Millionen Euro veranschlagt. Um das Projekt zu verwirklichen, wurde jetzt der Eigenbetrieb „Gemeindeentwicklung“ gegründet.

Raum für Wohnen, Ärzte und Gewerbe

Um das Projekt in Gemeindehand umzusetzen, wurde die Gründung des Eigenbetriebs „Gemeindeentwicklung“ notwendig. Der Eigenbetrieb hat den Zweck, im Gemeindegebiet eine Infrastruktur für die Daseinsvorsorge zu schaffen. Dies gelte in den Bereichen Wohnraumversorgung, Ärzteversorgung und auch Gewerbeansiedlung. Herzstück des „Sozialen Projekts Pfarrwiese“ sind zwei selbst verantwortete, ambulant betreute Wohngemeinschaften. Über alle Angelegenheiten entscheidet der Gemeinderat.

Blick in den Innenhof des geplanten "Sozialen Projekts" auf der ehemaligen Pfarrwiese. Herzstück sind zwei selbst verantwortete ambulante Wohngemeinschaften im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss. Sechs Millionen Euro wird der neu gegründete Eigenbetrieb "Gemeindeentwicklung" dafür investieren.
Blick in den Innenhof des geplanten "Sozialen Projekts" auf der ehemaligen Pfarrwiese. Herzstück sind zwei selbst verantwortete ambulante Wohngemeinschaften im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss. Sechs Millionen Euro wird der neu gegründete Eigenbetrieb "Gemeindeentwicklung" dafür investieren. | Bild: Schanz Architekten

Sechs Millionen Euro wird das Projekt kosten. Die Finanzierung stützt sich größtenteils auf Kreditaufnahmen und Zuschüsse der Gemeinde. 700 000 Euro wurden dafür bereits angespart, weitere 300 000 Euro gehen in 2018 und 2019 in den Eigenbetrieb, zudem 10 000 Euro als Eigenkapital. 2019 sollen 2,6 Millionen Euro investiert und Darlehen in Höhe von 3,6 Millionen Euro aufgenommen werden. Mit der Fertigstellung wird 2021 gerechnet. Betriebsgründung und Wirtschaftsplan 2019 stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

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Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Martin Benz mit dem Abschluss der Jahresrechnung 2017 für die Gemeindewerke. Durch die Photovoltaikanlage beim Bauhof ergab sich ein Plus von 7000 Euro, bei der Wasserversorgung ein Plus in Höhe von 21 000 Euro, bei der Nahwärmeversorgung steht allerdings ein Minus von 17 000 Euro. Die Konzessionsabgabe wurde in vollem Umfang erwirtschaftet, aus dem Vorjahr nachgeholt und an den Gemeindehaushalt abgeführt. 75 000 Euro der Summe fließen davon wieder in den Eigenbetrieb Gemeindewerke.

Investition in Kommunikationstechnologie

Positive Wirtschaftszahlen sind für 2019 im Eigenbetrieb Moderne Kommunikationstechnologie zu erwarten. Es wird mit einem Gewinn von 33 163 Euro gerechnet, Kredite in Höhe von 166 400 Euro sollen getilgt werden. Investiert wird in den Netzausbau in Neubaugebieten und in die Zuleitungen zum geplanten Rechenzentrum im neuen Gewerbegebiet. Die Kosten für den Neubau des Rechenzentrums liegen bei 750 000 Euro. 2019 sind 160 000 Euro für den Grunderwerb und 150 000 Euro für den Rohbau eingestellt.