Ein erfreuliches Ergebnis wurde dem Gemeinderat mit der Jahresabrechnung des Gemeindehaushaltes für das Jahr 2018 präsentiert. Die Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt lag 2,4 Millionen Euro über dem Planansatz. Statt Rücklagen zu entnehmen konnte mehr gespart werden. Größere Projekte wie die Umgestaltung des Rathauses und die Sanierung der Mehrzweckhalle wurden zurückgestellt.

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„Sie haben eine Jahresrechnung erhalten, die sich sehen lassen kann“, stimmte der Bürgermeister auf den Tagesordnungspunkt ein. Die Einnahmen und Ausgaben betrugen insgesamt 18,2 Millionen Euro. 4,7 Millionen Euro wurden im Vermögenshaushalt investiert. 3,2 Millionen Euro konnten dafür vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt gehen, erläuterte Rechnungsamtsleiterin Kristina Schwab die Zahlen.

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Den Rücklagen wurden 1,76 Millionen Euro zugefügt. Sie liegen bei 4,8 Millionen Euro und bieten ein Polster für die in den kommenden Jahren geplanten Investitionen. Kredite wurden in Höhe von 121434 Euro getilgt. Der Kassenbestand lag Ende 2018 bei 5,6 Millionen Euro, der Schuldenstand, vor allem bedingt durch den Kauf des ehemaligen Sensoplanareals, bei 1,5 Millionen Euro. Aus den Einnahmen der Vermietung ergäbe sich nach Abzug des Kapitaldienstes mittlerweile ein kleines Plus, merkte Martin Benz an.

Einsparung bei den Personalausgaben

Bei der Gewerbesteuer war zurückhaltend kalkuliert worden, hier gab es Mehreinnahmen von 765 000 Euro. Ein Plus gab es unter anderem auch bei Kinderkrippe und Nachmittagsbetreuung durch die immer noch steigende Nachfrage, bei den Schwimmbädern durch den guten Besuch, bei den Campingplätzen, den höheren Holzverkauf, höhere Zuschüsse für Kinderbetreuung und Flüchtlingsunterbringung. Eine geringere Kiesabbaumenge brachte weniger Einnahmen. Eingespart wurden rund 250 000 Euro bei den Personalausgaben durch Arbeitszeitreduzierungen, Ausscheiden von Mitarbeitern und nicht besetzte Stellen.

Zuschuss für Sanierung der Mehrzweckhalle

Weniger ausgegeben wurde unter anderem für den Umbau des Rathauses und für die Sanierung der Straßenbeleuchtung. Die Sanierung der Mehrzweckhalle musste aufgrund ausbleibender Zuschüsse verschoben werden. Auch 2019 gab es für die Halle zunächst keine Zusage für Mittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum. Sehr erfreut informierte Bürgermeister Martin Benz, dass jetzt aus den Rückflussmitteln eine Zuschusszusage über 500 000 Euro kam. Jetzt hoffe er auf Mittel aus dem Ausgleichstock und eine Unbedenklichkeitserklärung der Sportförderung, um zügig die Umsetzung zu planen.