Der Gemeinderat hat die Aufträge für Arbeiten zur Anpassung der in der Schule untergebrachten Heizzentrale für die Nahwärmeversorgung vergeben. Notwendig sind die Arbeiten, da künftig die Einspeisung von Wärme aus der Biogasanlage der Agrar Energie GdR Boller erfolgt und die Anlage erweitert wird.

1998 ging die Nahwärmeversorgung, ein Eigenbetrieb der Gemeinde Hohentengen, in Betrieb. Damals erfolgte das bereits fortschrittlich und umweltbewusst mit einer Holzhackschnitzelheizung, die im Bedarfsfall mit Öl betrieben werden kann. Uwe Berger, Leiter der Gemeindewerke Hohentengen, erläuterte dem Gemeinderat vor Ort die bislang erfolgten Arbeiten, um die Anlage auf die künftige Wärmeeinspeisung durch die Biogasanlage Boller anzupassen.

Neue Leitungen werden gelegt

Vom Übergabepunkt des Leitungsnetzes der Biogasanlage zum Gemeindenetz im Bereich Bergstraße/Schulstraße wurden neue Leitungen durch die Bergstraße und Abbergerstraße zur Schule gelegt, drei weitere Häuser angeschlossen und eine Ringleitung geschaffen. Die Leitung von der Schule am Friedhof entlang zum Rathaus wird stillgelegt, um die Wärmeverluste zu verringern. Sollte die Wärmelieferung durch die Biogasanlage ausfallen, wird der Betrieb durch Hackschnitzel- und Ölheizung weiterhin möglich sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Auf Nachfrage von Gemeinderätin Rosi Drayer (SPD), ob es weitere Kapazitäten für Anschlusswillige gäbe, erläuterte Uwe Berger, dass dies möglich sei. Dafür bedürfe es dann aber neuer Zuleitungen. Ob dies auch in Neubaugebieten möglich sei, hakte Liesa Sutter (SPD) nach. Diese seien zu weit entfernt und die Wärmeverluste seien zu hoch, erläuterte Bürgermeister Martin Benz. „Wird die Umstellung nahtlos erfolgen?“, wollte Christian Brädler (Freie Wähler) wissen. Das werde der Fall sein, versprach Gemeindewerksleiter Berger.

Das könnte Sie auch interessieren

Für die Anpassungsarbeiten wurden der Einbau der dynamischen Druckhaltung, die Erneuerung der Trassenpumpe und der Wasseraufbereitung, die Netztrennung zur Schule und die Umbauarbeiten an den heizungstechnischen Rohrleitungen an die Firma Ing. G. Werr & S. Ludwig in Hüfingenfür brutto 72.000 Euro vergeben. Die Arbeiten für die Regel- und Leittechnik gingen an die Firma Scheid Gesmbh in Graz zum Bruttopreis von 17.840 Euro. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im April abgeschlossen sein und die Anlage dann in Betrieb gehen.