Wie geht es weiter mit dem Sozialen Projekt Pfarrwiese? Dazu wurde am fünften Bürgerbeteiligungsabend ein Projektplan vorgestellt, der zum Zielpunkt die Eröffnung der ambulant betreuten Wohngemeinschaft im Jahr 2021 hat.

Gegründet werden soll jetzt ein Bürgerverein, der sich auch mit weiteren Themen aus den Bürgerabenden wie Mobilität, generationsübergreifender Treffpunkt, kulturelles Angebot beschäftigt.

„Dass wir für den Innovationspreis vorgesehen sind, zeigt, dass auch das Land überzeugt von unserem Konzept ist und wir damit richtig liegen“, freute sich Bürgermeister Martin Benz. In den nächsten Wochen wird sich der Gemeinderat mit dem Business Case, der wirtschaftlichen Grundlage für das Projekt, beschäftigen.

Katja Stark vom Caritasverband Hochrhein stellte die weitere Planung für das Projekt vor. Seitens der Heimaufsichtsbehörde wurde im April grünes Licht für das Konzept gegeben. Abgeklärt werden bis November die Anforderungen für Wohngemeinschafts-Zuschüsse aus der Pflegekasse.

Baulicherseits wird derzeit die Statik für den Gebäudekomplex mit Pflegewohngemeinschaften, Wohnungen, Familienzentrum, Praxisräumen und Café erstellt. „Das wird ein halbes Jahr dauern“, schätzte Bürgermeister Martin Benz. Der Baubeginn ist im März/April 2019 vorgesehen. Mit der Fertigstellung wird im Frühjahr 2021 gerechnet.

Offene Fragen zur Wohngemeinschaft und die Möglichkeit der Mitwirkung in einem Bürgerverein "Leben und Wohnen in Hohentengen" wurden am Bürgerbeteiligungsabend in Kleingruppen diskutiert.
Offene Fragen zur Wohngemeinschaft und die Möglichkeit der Mitwirkung in einem Bürgerverein "Leben und Wohnen in Hohentengen" wurden am Bürgerbeteiligungsabend in Kleingruppen diskutiert. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Parallel zu diesen Abklärungen läuft der große Bereich, der sich mit dem Betrieb der ambulant betreuten Wohngemeinschaften beschäftigt. Bereits 2016 hat sich eine Arbeitsgruppe zum Sozialen Projekt Pfarrwiese gebildet, Ende 2017 fand der erste Bürgerbeteiligungsabend zum Thema „Wohnen und Leben in Hohentengen“ statt.

Hier kam nicht nur der Wunsch nach pflegerischer Betreuung im Alter in der Gemeinde zur Sprache, auch Themen wie Mobilität, ein Treffpunkt für Generationen, der Wunsch nach einem Café und der Erweiterung des kulturellen Angebotes. Um diese Themen voranzubringen, soll jetzt mit Unterstützung der Gemeinde ein Bürgerverein gegründet werden.

Im Hinblick auf das Pflegewohnen wird es im Bürgerverein um die Vorbereitung des Betriebs gehen, mit Besuchen von bereits bestehenden Wohngemeinschaften, Kontakten zu Beratungsfachstellen und Auswahlkriterien für Pflegedienste und Präsenzkräfte.

Ab 2020 ist die Mitwirkung erster Angehöriger und Mieter vorgesehen, 2020/21 soll sich das Bewohnergremium, das eine zentrale Rolle im selbstverantworteten Pflegewohnen spielt, konstituieren.

So geht es weiter: Um das neue Konzept näher zu bringen, ist für den nächsten Bürgerbeteiligungsabend am Mittwoch, 27. Juni, ein Abend mit Filmbeiträgen geplant, die zeigen, wie der Alltag in ambulant betreuten Pflegewohngemeinschaften aussieht.