Sie sind Garanten für ein gleich zweimal restlos volles Haus: Die 56 Musiker des Musikvereins Stetten-Bergöschingen begeisterten unter der Leitung von Rainer Hack mit höchst unterhaltsamer, mitreißender Blasmusik ihr Publikum. Dieses sparte nicht mit anhaltenden Beifallsbekundungen, sodass es zwei rundum gelungene Herbstkonzertabende wurden.

Claudius Huber aus Stetten, neuer Konzertansager beim Musikverein Stetten-Bergöschingen, führte mit Witz und Charme durch das Programm.
Claudius Huber aus Stetten, neuer Konzertansager beim Musikverein Stetten-Bergöschingen, führte mit Witz und Charme durch das Programm. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Eine Fahrt voller Glanzlichter versprach die Vorsitzende Tanja Burkhard-Wehrle in ihrer Begrüßung und das Publikum wurde nicht enttäuscht. Mit dabei war der neue Konzertansager Claudius Huber (33), der seit einem Jahr mit seiner Familie in Stetten wohnt. Er machte seine Sache gut, charmant, mit Witz und vielen Informationen.

Anspruchsvolle Stücke

Seine ganze Vielfalt präsentierte das Orchesters gleich beim Einstieg mit „Discover The Band“. Unscheinbar fängt es an, entwickelt sich, zeigt alle Register in ihrem Gefüge und endet mit voluminösem Abschluss – viel Beifall gab es für „Terra Monumentum“.

Sie lockten mit Hörnerklängen in „Chum über’s Mätteli“: Holger Moranz, Lothar Burkhard-Wehrle (Flügelhörner) und Waldhornist Willi Meier.
Sie lockten mit Hörnerklängen in „Chum über’s Mätteli“: Holger Moranz, Lothar Burkhard-Wehrle (Flügelhörner) und Waldhornist Willi Meier. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Klassik und Moderne fanden ihren Niederschlag in „Antonin’s New World“, ehe es in atemberaubender Fahrt mit dem „Glacier Express“ ratternd und unter Volldampf, mit einer besinnlichen Verschnaufpause und einfühlsamen Trompetensoli von Petra Reiter, zu höchsten Gipfeln ging. Auch hier gab es viel Beifall. Nach Osteuropa ging es mit dem Marsch „Abschied der Slawin“ und der gefälligen Polka „Zeitlos“.

Für das hinreißende Saxophonsolo bei „Purple Rain“ erhielt Nick Schupp nicht nur begeisterten Beifall, sondern auch rote Rosen von den Musikerkolleginnen.
Für das hinreißende Saxophonsolo bei „Purple Rain“ erhielt Nick Schupp nicht nur begeisterten Beifall, sondern auch rote Rosen von den Musikerkolleginnen. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Mit viel Dynamik und rockig begann die zweite Konzerthälfte mit einem Medley der Band Coldplay. Begeisterten Beifall gab es für das hinreißende Saxophonsolo von Nick Schupp bei „Purple Rain“. Den drei Musikerhochzeiten in den Reihen des Vereins in diesem Jahr war wohl das romantische „Love Is All Around“ geschuldet.

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Jede Menge Überraschungen waren in der „Black Box“ versteckt. Darunter war ein Swing im Bigband-Stil, ein Sommer in den Schweizer Bergen mit jodelndem Orchester und Hörnerklängen von Holger Moranz, Lothar Burkhard-Wehrle und Willi Meier, ein Gesangssolo von Alina Vaccaro mit ihrem kraftvollen Adele-Song und das rhythmisch pointierte „I Have Got No Roots“.

Publikum stimmt ein

Zudem gab es Gänsehaut, schaurig schön in Szene gesetzt in „Ghost Band“. Im rasanten Titel „Ghostbusters“ stimmte das Publikum mit ein und beim traditionellen Abschiedsmarsch klatschte der ganze Saal mit. Lang anhaltender Schlussapplaus war der Dank für einen unterhaltsamen Konzertabend, der offensichtlich allen – Publikum, Musikern und dem Dirigenten – viel Vergnügen bereitet hat.