Mit „Hilfe, die Herdmanns kommen“, nach dem Buch der Amerikanerin Barbara Robinson, brachten der Chor- und die Theater-AG der GemeinschaftsschuleRheintal mit einer öffentlichen Aufführung eine etwas andere Weihnachtsgeschichte auf die Bühne – und ernteten reichlich Beifall. Was alles passiert, wenn die schlimmsten Kinder der Stadt die Rollen im Krippenspiel übernehmen, darüber durfte herzhaft gelacht werden.

Auch wenn die berüchtigten Herdmannskinder mit eigenwilliger Note die Hauptrollen des Krippenspiels versehen, die Kirche wurde voll und am Schluss fanden alle: Es war ein gelungenes Krippenspiel. Und eine wieder gelungene Aufführung der Theater-AG.
Auch wenn die berüchtigten Herdmannskinder mit eigenwilliger Note die Hauptrollen des Krippenspiels versehen, die Kirche wurde voll und am Schluss fanden alle: Es war ein gelungenes Krippenspiel. Und eine wieder gelungene Aufführung der Theater-AG. | Bild: Sabine Gems-Thoma

„Es ist eigentlich ein Krippenspiel, aber ein ganz besonderes“, begrüßte Andrea Ilg, Leiterin des Schulchors, auch im Namen von Annette Jäger, die die Theater-AG leitet. „Und es ist einiges anders“, fasste sie zusammen. Akteure und Chor hatten sich wieder viel vorgenommen und monatelang geprobt, um das mehr als einstündige Stück in Szene zu setzen.

Mit bekannten Weihnachtsliedern brachte der Schulchor aus Klasse zwei und drei weihnachtliche Stimmung in die Mehrzweckhalle.
Mit bekannten Weihnachtsliedern brachte der Schulchor aus Klasse zwei und drei weihnachtliche Stimmung in die Mehrzweckhalle. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Zum Inhalt: Als Helene mit gebrochenem Bein für eine Krippenspiel-Inszenierung ausfällt, übernimmt Barbara deren Part. Sie hat aber nicht damit gerechnet, dass die sechs mehr als dreisten, schmuddeligen und ungehobelten Herdmannskinder plötzlich Interesse am Mitspielen zeigen, nachdem sie von Charly gehört haben, nach der Kinderkirche gibt es immer etwas Süßes. Dabei kennen sie die Weihnachtsgeschichte noch nicht einmal. Da gibt es nur Kopfschütteln, als sich herumspricht, dass die Herdmannskinder die Hauptrollen übernehmen. Aber Mutter Barbara hat sich fest vorgenommen, dass es das Beste aller Krippenspiele werden wird. Die mehr als chaotischen Proben verheißen allerdings nichts Gutes.

Viel Beifall

Mit erfrischend neuem Blickwinkel bringen schließlich die Herdmanns – als Hirte, Könige und Engel – die Geschichte auf die Bühne, und sie wirkt ganz echt und berührend. Alle sind schließlich begeistert – und das nicht nur im Theaterstück. Reichlich Beifall gab es von den Zuschauern der beiden Aufführungen für die Leistung der mehr als 20 Akteure der Klassen drei und vier und für die musikalische Mitgestaltung durch den Weihnachtsengel-Chor von Zweit- und Drittklässlern. Sie sorgten mit ihren Liedern und Flötenspiel für Vorweihnachtsstimmung.