Das Anfang des Jahres gegründete Bürgernetzwerk Hohentengen nimmt Fahrt auf. Nach der Eintragung als gemeinnütziger Verein kann jetzt jeder Mitglied werden. Zustimmung signalisierte der Gemeinderat zum aktuellen Projekt des Bürgernetzwerkes, im ehemaligen Jugendraum „Blockhaus“ ein ehrenamtlich geführtes Bürger- und Familiencafé als Treffpunkt für soziale und kulturelle Aktivitäten einzurichten.

Gut besucht war die Gemeinderatssitzung, in der unter anderem über die Aktivitäten des neu gegründeten Bürgernetzwerkes Hohentengen informiert wurde.
Gut besucht war die Gemeinderatssitzung, in der unter anderem über die Aktivitäten des neu gegründeten Bürgernetzwerkes Hohentengen informiert wurde. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Anton Steppeler, Vorsitzender des im Januar gegründeten Bürgernetzwerkes, gab Auskunft über die bisherigen Aktivitäten. Den meisten Raum nahmen für das zehnköpfige Vorstandsgremium administrative Aufgaben, unter anderem die Eintragung in das Vereinsregister und Bestätigung der Gemeinnützigkeit, ein. Ein Logo wurde entwickelt, potentielle Mitglieder angeschrieben und Mitgliedsanträge dem Gemeindeblatt beigelegt. „Mit bislang guter Resonanz“, so Steppeler.

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70 Bürgerinnen und Bürger sind bereits beigetreten. Die gute Infrastruktur erhalten, wo nötig helfen, weiche Standortfaktoren, wie die Installierung eines Bürger-Treffpunktes, fördern, nannte Steppeler als Ziele. Konkret werden zwei Aktivitäten für den Ferienspaß angeboten und es soll mehr Leben in die Betreute Wohnanlage in der Hansengelstraße eingebracht werden.

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Das Projekt Bürger- und Familiencafé im Blockhaus stellte Vorstandsmitglied René Manthey für die bereits aktive 14-köpfige Projektgruppe vor. Nachdem die Integration eines Bürgercafés in das Projekt Pfarrwiese wieder verworfen wurde, habe das Bürgernetzwerk die Idee für einen generationenübergreifenden, offenen Treffpunkt für alle Bürger wieder aufgegriffen. „Es soll ein Platz sein, an dem Ideen eingebracht, Bürgerbeteiligung ermöglicht und Angebote gestaltet und umgesetzt werden“, führte Manthey aus. Als geeigneter Ort wurde das schon seit längerem ungenutzte Blockhaus unweit der Pfarrwiese vorgeschlagen, dass einen 40 Quadratmeter großen Raum und sanitäre Anlagen bietet. Wünschenswert wäre die Erweiterung um eine Holzterrasse.

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Im Treffpunkt soll ein Café ehrenamtlich geführt werden, Raum für Theaterprojekte, Bastel- und Handwerkerangebote, Projekte mit der Schule, für Angehörigen- und Selbsthilfegruppen und andere Gruppenaktivitäten geboten werden. Die Idee und das Engagement wurden vom Gemeinderat grundsätzlich begrüßt und auch Unterstützung bei den baulichen Maßnahmen signalisiert. Dafür gab es Beifall aus dem gut besuchten Zuhörerforum.

Da momentan ein Café im Ort fehle, müsse jedoch darauf geachtet werden, dass es nicht vorwiegend von Einkaufstouristen genutzt werde, gaben Bert Kelz (Freie Wähler) und Richard Wagner (CDU) zu bedenken. Dass das Blockhaus als Jugendraum konzipiert war und die Jugendlichen bei Bedarf weiterhin einen Platz im Dorf haben sollten, gab Markus Wehrle (Freie Wähler) zu bedenken. Die Räume sollen auch Jugendlichen zur Verfügung stehen, so Manthey. Nach dem grundsätzlichen Ja zum Projekt Bürger- und Familiencafé wird jetzt weiter geplant.