Wahrlich ein Grund zum Feiern: Mit der Gründung des Eigenbetriebes Moderne Kommunikationstechnologie (Moko) fiel vor zehn Jahren der Startschuss für die Erfolgsgeschichte in Sachen Breitbandausbau in Hohentnegen. Längst sind die Bürger dank modernster Glasfasertechnik mit Höchstgeschwindigkeiten im Netz unterwegs. Und die Zukunft soll noch schneller werden.

Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte

Alles fing an mit der Einladung des Bürgermeisters an Andreas Nauroth zu einer Tasse Kaffee und dem Wunsch nach DSL. Schon länger war die Gemeinde intensiv bemüht, ein Unternehmen zu finden, dass in Sachen schnellem Internet aktiv wird, aber niemand hatte Interesse.

Wie immer die Zukunft schon im Blick: Andreas Nauroth, Leiter des Eigenbetriebs Moderne Kommunikationstechnologie, nahm Rückblick auf die Anfänge des erfolgreichen Projektes. Und die Aufgaben gehen weiter.
Wie immer die Zukunft schon im Blick: Andreas Nauroth, Leiter des Eigenbetriebs Moderne Kommunikationstechnologie, nahm Rückblick auf die Anfänge des erfolgreichen Projektes. Und die Aufgaben gehen weiter. | Bild: Sabine Gems-Thoma

„Wir waren digitale Diaspora“, so Bürgermeister Martin Benz in seiner Begrüßung zum Fest für die Bevölkerung anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Moko auf dem Rathausplatz. Also habe man die Sache selber in die Hand genommen. Mit Andreas Nauroth kam ein technischer Leiter ins Spiel, der nicht nur DSL, sondern HSI, ein High-Speed-Internet via Glasfaseranschluss realisieren wollte – und überzeugte.

6000 Kilometer Glasfaserkabel

„In nur zwei Gemeinderatssitzungen beschloss der Rat, trotz nicht geringer rechtlicher und finanzieller Risiken, ein eigenes Netz aufzubauen. Voraussetzung war, dass wir in eine Zukunftstechnologie investieren“, so Benz rückblickend. Ohne die erwarteten Fördergelder ging es am 25. August 2008 mit dem Spatenstich los. Erste Kundin am Netz war am 7. November 2009 Simone Gabler in der Bergstraße. Ein dreiviertel Jahr später wurde der 500. Kunde begrüßt, heute sind es 1400.

2015 waren nicht nur alle Ortsteile, auch die Einzelgehöfte angeschlossen. 6000 Kilometer Glasfaser wurden verlegt, 3,5 Millionen Euro investiert. Der aktuelle Schuldenstand liegt bei 700 000 Euro, trotz kräftiger Investitionen in den Ausbau.

Neubau eines Rechenzentrums

Seit 2012 schreibt die Moko schwarze Zahlen. Nächte Ziele sind der Neubau eines Rechenzentrums, eine Leistungssteigerung ohne Preissteigerung, um weiterhin zur absoluten Spitze in Deutschland zu gehören, und weitere Tilgungen.

Startschuss für eine revolutionäre Idee

Es war durchaus eine revolutionäre Idee von Andreas Nauroth, in einer kleinen Gemeinde ein eigenes Glasfasernetz aufzubauen. Bürgermeister und Gemeinderat zogen mit, und es entwickelte sich nach vielen Hürden und dank vieler Unterstützer zu einer echten Erfolgsgeschichte. Heute ist Hohentengen auf diesem Sektor beispielgebend für andere Gemeinden. Auch der Landkreis wird auf dem Weg zum schnellen Netz von der Moko beratend unterstützt.

Freies W-LAN gab es zum Fest der Moko auf dem Rathausplatz, das musste natürlich gleich ausprobiert werden.
Freies W-LAN gab es zum Fest der Moko auf dem Rathausplatz, das musste natürlich gleich ausprobiert werden. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Von Andreas Nauroth ging ein Dankeschön an alle an der Umsetzung des erfolgreichen Pilotprojektes Beteiligten: „Es bleibt mir einfach nur Danke zu sagen, dass Sie mir das Vertrauen geschenkt haben und die einmalige Chance, meine Ideen umsetzen zu können.“ Dann galt es, launig zu Feiern und die Erfolgsgeschichte anhand der Bildtafeln noch einmal Revue passieren zu lassen.