Hohentengen a.H. Biogaslandwirte und Imker freuen sich über Silphie

Immer mehr Biogaslandwirte in der Region bauen die "Silphie" an; die Energiepflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie ist sehr ertragreich und auch für die Natur wertvoll – die gelben Blüten locken zahllose Insekten, wie etwa Bienen, an.

Was blüht denn da – wird sich manch einer fragen, der derzeit durch die Felder streift und auf ein gelbes Blütenmeer stößt, in dem es von Insekten nur so wimmelt. Gut Zweimeter hoch ist die aus Nordamerika stammenden Durchwachsende Silphie, die von Juli bis September blüht und von immer mehr Biogaslandwirten als alternative Energiepflanze zum Mais angebaut wird. Und auch den Imkern ist der Korbblütler sehr willkommen.

Das gelbe Blütenmeer strahlt mit der Sonne um die Wette, zigtausende Insekten tummeln sich dort. Damit die Pflanze bekannter wird, laden die vier Biogaslandwirte Dominik Boller, Karl Probst, Alexander Schmidle und Patrick Indlekofer in Hohentengen, Berwangen, Lauchringen und Horheim auf ihre Felder zur Begutachtung ein. Sie sind überzeugt mit dem Anbau der mehrjährigen Silphie eine ökologische Alternative zum Maisanbau zu haben. An Infotafeln können sich Besucher über Pflanzen und Bienen informieren, auf einem Hochstand das Treiben der Bienen, Hummeln und Schmetterlinge verfolgen. Hinweisschilder zu den Feldern zeigen den Weg.

Letztes Jahr auf insgesamt knapp 30 Hektar als Untersaat für den Mais ausgesät entwickelt sich die Pflanze jetzt im zweiten Jahr zur vollen Blüte und ersetzt den Mais. Emsig fliegen die Bienen am Feldrand die Bienenstöcke an, sehr zur Freude von Imker Andreas Hampe und Imkervereinsvorsitzenden Emil Meier aus Hohentengen. „Für die Natur ist die Anpflanzung sehr wertvoll und ein großer Gewinn. Nicht nur, dass die Bienen länger Futter finden, auch Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge werden zunehmen, den Vögel wieder mehr Nahrung bieten und damit zur Arterhaltung beitragen“, freut sich Emil Meier über die Anpflanzung.

Dass ab dem zweiten Jahr keine Spritzungen zum Pflanzenschutz mehr erfolgen, sieht er als weiteren Vorteil.

„Im ersten und zweiten Jahr bedeutet es einen hohen Pflegeaufwand, dann sollte die nächsten zehn Jahre Ruhe sein. Wir sind gespannt, wie es sich weiter entwickelt“, sagt Dominik Boller. Im September wird die Pflanze, die auch als Futterpflanze dienen kann, geschnitten und wandert ins Silo der Biogasanlagen. Imker und Biogasbauern sind im Kontakt, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Ist der erste Honig geschleudert, soll er zusammen probiert werden.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Herbstliche Weine vom Bodensee
Neu aus diesem Ressort
Hohentengen a.H.
Hohentengen
Hohentengen a.H.
Hohentengen
Hohentengen
Hohentengen a.H.
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren