Mit einem bunten, spannenden, unterhaltsamen und kurzweiligen Mix überzeugten die Musiker des Musikvereins Lienheim unter der Leitung von Paul Maurer an ihrem Adventskonzert in der nahezu voll besetzten Mehrzweckhalle die Konzertbesucher. Mit Applaus wurde nicht gespart, langanhaltender Schlussbeifall und rhythmisches Klatschen forderten die Musiker zu zwei Zugaben auf.

Beschwingt: Paul Maurer und die Aktiven des Musikvereins Lienheim kamen gut an mit ihrem Adventskonzert.
Beschwingt: Paul Maurer und die Aktiven des Musikvereins Lienheim kamen gut an mit ihrem Adventskonzert. | Bild: Sabine Gems-Thoma

„Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich gut unterhalten“, lud die Vorsitzende Sabrina Bernauer die Zuhörer ein. Das fast 40-köpfige Orchester unter der bewährten Leitung ihres Dirigenten Paul Maurer tat alles, damit das auch gelang.

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Und auch die humorvolle Note kam nicht zu kurz. Erneut führten Moritz Stelter und Philip Brandl mit Witz durch das zweistündige Programm. Sie bekannten, dass sie von Musik eigentlich keine Ahnung haben, sondern eher in der Comedy zu Hause sind – und die beherrschen sie zur Freude der Zuhörer ausgezeichnet.

Der eine griesgrämig, der andere ein bisschen trottelig: Philip Brandl und Moritz Stelter (von links) führten mit viel Witz durch das Konzertprogramm und bekamen dafür einen Sonderapplaus.
Der eine griesgrämig, der andere ein bisschen trottelig: Philip Brandl und Moritz Stelter (von links) führten mit viel Witz durch das Konzertprogramm und bekamen dafür einen Sonderapplaus. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Die Ouvertüre „Mountain Moments“ entführte in die Berglandschaft Portugals, forsch, erhaben, zart und dramatisch. Von dort ging es auf eine abenteuerliche Zugfahrt nach Oregon, mit ratternden Rädern, pfeifender Lokomotive, schnaufend und wieder volle Fahrt aufnehmend. Ein spannendes, abwechslungsreiches und dynamisches Stück, für das es viel Beifall gab.

Im irischen „Carrickfergus“ setzte Alexander Danull mit seinem gefühlvollen, klaren Solo auf dem Euphonium Akzente. Er erhielt begeisterten Beifall und bedankte sich mit einer Zugabe dafür. Voll konzentriert ging es nach Ungarn und zu „Petöfi“, eine Hommage an sein Land. Tempo, Dynamik, Rhythmisierungen – dann wieder Ruhe und nach heftigem Donnerschlag der rasante Schlusspunkt – das anspruchsvolle Stück erntete Beifall und Bravo-Rufe.

Kraftvoll, aber auch mit viel Gefühl: Alexander Danull erhielt viel Beifall für sein Solo auf dem Euphonium.
Kraftvoll, aber auch mit viel Gefühl: Alexander Danull erhielt viel Beifall für sein Solo auf dem Euphonium. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Mit dem Konzertmarsch „Arsenal“ ging es heiter und beschwingt in die Pause, mit dem Konzertmarsch „Salemonia“ marschierte das Orchester frisch in die zweite Konzerthälfte. Gelungen war die Umsetzung des Stilmix‘ in „A Musical Fantasy“. Anspruchsvoll, sehr dynamisch und von kräftigen Rhythmen getragen erklang „Avocados“.

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Die Zuhörer standen trotz der Aufforderung nicht auf, um zu gehen, sondern lauschten lieber gut gelaunt dem aufmunternd fröhlichen „Get Up And Go“ – auch hier sehr viel Beifall. Mit der schmissigen mährischen „Apfelpolka“ setzte das Orchester den Schlusspunkt unter das unterhaltsame, beschwingte Konzertprogramm – und erhielt viel Beifall, Bravorufe und rhythmische Beifallsbekundungen dafür. Klar, dass es dafür noch zwei flotte Zugaben gab.