Die Corona-Pandemie hat ab dem März des vergangenen Jahres auch den Haushalt der Gemeinde Hohentengen bestimmt. So fiel die Jahresrechnung 2020 mit einem Überschuss von 1,353 Millionen Euro zwar überaus positiv aus. Geschuldet war dieser Umstand jedoch der Zurückstellung einer Reihe von Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen. Diese wurden zurückgestellt, da die Finanzsituation pandemiebedingt schwer einzuschätzen war.

„Wir haben vieles zurückgestellt und sind auf Sicht gefahren“, erläuterte Rechnungsamtsleiterin Kristina Schwab die Jahresrechnung 2020. Neben dem positiven Ergebnis konnten auch alle Abschreibungen erwirtschaftet werden. „Die nächsten Jahre werden sich anders gestalten“, prognostizierte sie. Die Überschüsse sollen in die Rücklagen fließen.

Was umgesetzt wurde

Investiert wurde nur in begonnene oder vertraglich festgelegte Maßnahmen wie die Erweiterung und Sanierung der Mehrzweckhalle Hohentengen, einen Zuschuss für die Renovierung des Bürgertreffs Blockhuus und eine erste Maßnahme für das neue Bürgerhaus in Stetten. Verschoben werden mussten unter anderem die Erschließung des Baugebiets „Untere Lenggen“ in Lienheim, der Bau einer Waldhütte, die Anlage neuer Parkflächen beim Rathaus Hohentengen sowie der Spielplatz Herdern.

Abgeschlossen

Abgeschlossen wurde im Jahr 2020 die Erschließung des Baugebiets „Obere Lenggen“ in Lienheim und des Gewerbegebiets „Riedäcker-Höhen“ in Hohentengen. Die Umrüstung im Bereich Digitalfunk der Feuerwehr wurde planmäßig umgesetzt. Durch eine unerwartete Nachzahlung aus Vorjahren konnten Steuerausfälle kompensiert werden. Zudem gab es vom Land Baden-Württemberg eine Gewerbesteuerkompensationszahlung zur kurzfristigen Liquiditätsverbesserung. Die Einkommenssteuer blieb hinter dem Planansatz zurück. Der Gemeinderat stimmte der Zuführung des Überschusses in Höhe von 1,353 Millionen Euro an die Rücklagen einstimmig zu.