„Handgemacht und live gespielt“ – diesem Anspruch wurde das Ensemble Viera-Blech bei seinem Konzert im Haus des Gastes in Höchenschwand gerecht. Die Besucher waren begeistert von dem fulminanten Bühnenauftritt und einem Programm, das von traditioneller Blasmusik bis zur Popmusik reichte. Der langanhaltende, stehende Applaus am Ende des Abends zeigte, dass sich die Blasmusik weiterentwickelt hat, nicht langweilig ist und noch immer viele Anhänger hat. Im Vorprogramm des Ensembles Viera-Blech trat die Gruppe Flaraclara Blech & Wo aus Löffingen auf. Mit Polka- und Walzerklängen stimmte sie die Zuhörer auf den Abend ein.

Schon bei den ersten Takten des Parademarsches „Euphoria“ überzeugten Manfred Lugger, Alexander Wartner und Herbert Deutinger (Trompete), Markus Nentwich und Michael Reiter (Posaune und Tenorhorn), Josef Hofer, (Tuba) und Martin Scharnagl (Bandleader und Schlagzeuger) mit ihrem perfekten Spiel und einer großen Präzision, mit der die schwierigsten Passagen gemeistert wurden.

Alle Mitglieder der Band haben studiert, sind Vollprofis und entwickelten seit ihrer Gründung im Jahr 2004 den eigenen Musikstil von Viera-Blech. Zum Programm gehören neben bekannter Blasmusikliteratur viele Eigenkompositionen, die vor allem aus der Feder von Michael Scharnagl stammen, aber auch neu für die Blasmusik aufbereitete Lieder aus der Pop- und Rockszene sowie anderen Genres.

Mit seiner ihm eigenen lockeren Art führte Scharnagl durch das Programm. Neben dem Erkennungszeichen von Viera-Blech, der Erfolgspolka „Von Freund zu Freund“, erklangen Welthits wie „Rosanna“ von Toto, „Englishman In New York“ von Sting, „Sowieso“ von Marc Forster, „Let Me Entertain You“ von Robbie Williams oder „Conga“ von Miami Sound Machine. Für diese Arrangements gab es immer wieder Szenenapplaus.

Aber auch die Anhänger der traditionellen Blasmusik kamen nicht zu kurz, auch stellten sich alle Musiker, wie etwa der Tubist Josef Hofer der „Farmers Tuba“ spielte, mit einem Solo vor. Auch die bei vielen Blasmusikern beliebte „Vogelwiese“ wurde gespielt, beim Trio sang der ganze Saal kräftig mit.

Der Abend ging mit der Melodie „Eine letzte Runde“ zu Ende. Das Ensemble Viera-Blech bedankte sich mit einigen Zugaben für den kräftigen Beifall des Publikums.