Tiefenhäusern hat mit dem „Annafest“ das jährliche Kirchenpatrozinium gefeiert. Wegen den Beschränkungen der Corona-Pandemie wurde der von Pfarrer Ivan Hoyanic zelebrierte Gottesdienst auf der Freifläche vor der Annakapelle abgehalten, da die kleine Kirche nicht genügend Platz bietet. Das Kirchenfest wurde von Kantor Gerold Schmidt sowie der Organistin Franziska Rogg auf dem Keyboard und Herbert Ebner auf der Trompete musikalisch umrahmt. Höhepunkt der kirchlichen Feier war die Segnung eines Rinds vom „Käppelehof“ in Tiefenhäusern durch Pfarrer Ivan Hoyanic.

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In seiner Begrüßung dankte der Geistliche Obermesner Gerold Schmidt sowie einigen Bürgern aus Tiefenhäusern, die den Altar, die Bestuhlung und die Übertragungsanlage im Freien aufgebaut hatten. „Wir feiern in diesem Jahr das Annafest am Namenstag der Mutter Marias.“ Der verstorbene Höchenschwander Pfarrer Karl Rehm habe diese Jahre als „heilige Jahre“ bezeichnet, hob der Pfarrer hervor. Für ihn sei das diesjährige Annafest ebenfalls etwas Besonderes, denn normalerweise pilgere er um diese Zeit auf dem Jakobsweg und werde durch einen Pater in Tiefenhäusern vertreten. Die Corona-Pandemie habe dies aber in diesem Jahr verhindert.

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Für seine Predigt wählte Pfarrer Hoyanic das Leben der heiligen Familie in Nazareth aus dem zweiten Kapitel des Lukasevangeliums. „Gott erfüllte das Kind mit Weisheit und gab ihm seine Gnade.“ Kaum eine Stelle der heiligen Schrift verdeutliche mehr, dass Jesus ein Teil von uns sei. „Die stille Gegenwart Gottes, bestimmt den Rhythmus unseres Lebens und gibt uns jeden Tag die Kraft zum Leben.“

Am Schluss des Gottesdienstes führte Robin Vogelbacher vom „Käppelehof“ das schwarz/weiße holsteinische Rind Annabell vor die Kapelle. Das Tier hatte als einziges den Großbrand auf dem Anwesen vor einem Jahr überlebt. Pfarrer Hoyanic segnete das Tier stellvertretend für alle Tiere auf dem Höchenschwander Berg. In seiner Ansprache stellte er den Lebensmut von Robin Vogelbacher besonders heraus. Nach dem verheerenden Brand habe er die Hoffnung nicht aufgegeben und will nun neue Rinder anschaffen und Kälber züchten. „Da ich in diesem Jahr nicht auf dem Jakobusweg pilgern kann, spende ich die eingesparten Reisekosten von 1000 Euro für die Anschaffung einer Mutterkuh an Robin Vogelbacher“, sagte der Pfarrer zum Abschluss der Segnung.

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