Unter der Überschrift „Näher bei den Menschen“ hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Bundestagskandidat Felix Schreiner zu einer Diskussion mit Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, in den Kursaal Höchenschwand eingeladen. Schebesta sprach über das Thema: „Zukunft Bildungsland – Aufstieg durch Bildung“. Schebasta zeigte sich als sachkundiger Diskussionspartner zu Bildungsthemen.

Zum Einstieg erinnerte Schebesta an die teilweise heftigen Auseinandersetzungen zwischen den CDU und SPD geführten Kultusministerien früherer Jahre zur Einführung von Bildungsstandards. Es sei die CDU gewesen, die solche Standards definiert habe, denn Qualität in der Bildung sei die Grundlage für den weiteren beruflichen Erfolg von Kindern. „Für uns gilt der Grundsatz fördern durch fordern“, unterstrich der Staatssekretär. Auch ging Schebesta auf die Herausforderungen der Pandemie und auf die Auswirkungen der Schul- und Kindergartenschließungen ein. Der Wechsel zwischen Präsenz- und Onlineunterricht sei eine große Herausforderung für Schulleitung, Lehrer, Schüler und Eltern gewesen. Bei den Aus- und Nachwirkungen habe es große Unterschiede gegeben. Einzelne hätten das gut weggesteckt, bei anderen seien Lernlücken entstanden, vielen habe der soziale Kontakt gefehlt. „Unser Bestreben muss es sein, im Schuljahr 2021/22 den Präsenzunterricht zu erhalten“, betone der Staatssekretär. Dieser ging auch ein auf die aktuellen Beschlüsse der Landesregierung zum kommenden Schuljahr, etwa zur Reduzierung der Quarantäne durch eine besondere Teststrategie, und sprach sich für eine höhere Impfquote aus.

Weitere Themen waren die frühkindliche Bildung, das sogenannte Gute-Kiga-Gesetz, die Sprachförderung für Kinder mit Förderungsbedarf, die Beibehaltung und Stärkung der unterschiedlichen Schularten in Baden-Württemberg, insbesondere die Stärkung der Real- und Werkrealschule, sowie die Unterstützung der Schulträger über den Digitalpakt II.

Schebesta sprach fehlendes Fachpersonal in Schulen und Kindergärten an sowie Themen im Zusammenhang mit der Beschulung von Kindern mit Migrationshintergrund. Der Staatssekretär betonte, dass vom Land zwar genügend Stellen im Schuldienst geschaffen wurden – zum Teil würden Lehrer aber lieber Krankheitsvertretungen in Wohnortnähe übernehmen, als feste Stellen auf dem Land anzutreten.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie standen im Mittelpunkt der Diskussionsbeiträge. Bürgermeister Sebastian Stiegeler kritisierte die verspätete Förderung etwa bei der Beschaffung von CO2-Ampeln oder Masken, und die teilweise Überforderung der Schulen bei der technischen Umsetzung des Online-Unterrichts. Höchenschwand sei da nicht betroffen, da Schulleiter Wagner über sehr gute Kenntnisse verfüge.

Andere Beiträge thematisierten die Situation in der Lehrer- und Erzieherversorgung in Lörrach und Waldshut durch die Nähe zur Schweiz. Es gab Fragen zur Lüftung von Klassenräumen mit den befürchteten Erschwernissen im Winter oder die Auswirkungen von fehlenden Sport- und Schwimmstunden. Hier appellierte Schebesta an die Eigeninitiative. „Die Schule ist nicht allein für die sportliche Betätigung verantwortlich“, so der Staatssekretär.