Bürgermeister Sebastian Stiegeler hat im Gemeinderat über die Situation beim Breitbandausbau in der Gemeinde nach der Insolvenz der Firma Stark Energies informiert. Der Geschäftsbetrieb der Firma sei seither weitgehend eingestellt und die Verträge mit der Firma gekündigt worden, der Baufortschritt sei in den Mitgliedsgemeinden der IKZ Dachsberg unterschiedlich. Im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau werden in Höchenschwand etwa 700 Hausanschlussboxen benötigt. Bisher hat die Gemeinde über die Verträge mit Stark Energies 400 Stück erhalten. Die Verwaltung will nun die restlichen 300 Boxen zu einem Angebotspreis von 20.195 Euro von der Firma Connect Com aus Nürtingen beziehen.

Die eingetretene Situation befreie die Gemeinde Höchenschwand nicht von ihrer Pflicht zur Vergabe der noch nicht erbrachten Leistung im Wege eines förmlichen Vergabeverfahrens. „Für uns ist es wichtig, dass wir die zugesagten Fördermittel von 3,4 Millionen Euro nicht gefährden“, sagte der Bürgermeister in der öffentlichen Gemeinderatssitzung. Für das weitere Vorgehen haben sich die IKZ-Gemeinden auf eine Beschlussempfehlung geeinigt – die Kommunen sollen für die Kabel-Montagearbeiten in den bestehenden Vertrag zwischen der Firma Stark und dem Unternehmen Spleißtechnik West (STW) eintreten. So könnte STW die Einblasarbeiten zu den bestehenden Konditionen weiterführen, erläuterte Stiegeler. Schwieriger sei es bei den Tiefbauarbeiten. Da die Kosten für die verbleibenden Arbeiten über dem EU-Schwellenwert zur Vergabe öffentlicher Aufträge liegen, müssten diese EU-weit ausgeschrieben werden. Er gehe daher nicht davon aus, dass die Tiefbauarbeiten noch in diesem Jahr fortgesetzt werden, sagte der Bürgermeister.