Die Gemeinde Höchenschwand will das Neubaugebiet „In der Bünd“ erweitern und so weiteres Bauland schaffen. Das Planungs- und Vermessungsbüro Kaiser in Waldshut hatte im Herbst den Auftrag erhalten, einen Bebauungsplan für die Fläche unterhalb der bestehenden Bebauung entlang des Kapellenwegs zu erstellen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Ernst Kaiser das städtebauliche Konzept für den Entwurf vor.

Die Erschließung des 10.339 Quadratmeter großen Baulandes soll über die Straßen Jägerwinkel und Hebelweg erfolgen. Für die Bebauung stellte Planer Ernst Kaiser zwei Varianten vor: Die die erste Möglichkeit sieht eine Mischbebauung mit Einfamilienhäusern und großen, mehrgeschossigen Gebäuden vor. Entstehen würden 13 Bauplätze in einer Größe von 471 bis 1310 Quadratmetern. Die zweite Variante sieht ausschließlich Einfamilien- und Reihenhäusern vor. Da dafür kleinere Bauplätze benötigt werden, entstünden insgesamt 21 Bauplätze in der Größe von 216 bis 716 Quadratmetern.

Entscheidend für die optimale Ausnutzung des Baulandes ist die Verlegung eines vorhandenen Biotops. „Wir hoffen, dass die Naturschutzbehörde unserem Antrag zur Verlegung zustimmt. Falls nicht, würden deutlich weniger Bauplätze entstehen“, sagte Kaiser. In der Diskussion favorisierte der Gemeinderat eine Bebauung mit kleinen Wohnhäusern. Uneinigkeit bestand hingegen in der Frage, ob ein reines Wohngebiet oder ein allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden soll. So wäre laut Kaiser in einem reinen Wohngebiet die gewerbliche Nutzung beispielsweise durch den Betrieb eines Nagelstudios oder die Vermietung von Ferienwohnungen nicht möglich. Bis zur Offenlage des Bebauungsplans könnte aber noch alles geändert werden, erläuterte Kaiser.

Der Gemeinderat stimmt im Weiteren einer Änderung des Bebauungsplans „Heppenschwand“ im beschleunigten Verfahren zu. Grund ist ein privates Bauvorhaben, bei dem die im Bebauungsplan festgelegten Grenzabstände nicht eingehalten werden.