Ein deutlicher Einbruch im Vergleich zum Vorjahr, aber eine gute Bilanz im Bundes- und Landesvergleich – diese Ergebnisse des Tourismusjahres 2020 präsentierte Tourismuschefin Anna Grether dem Gemeinderat Höchenschwand in seiner jüngsten Sitzung. Die Zahl der Gästeankünfte sank coronabedingt im Vergleich zu 2019 um 44 Prozent und die der Übernachtungen um 30 Prozent. In ganz Deutschland lag das Minus bei rund 50 Prozent.

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Gut hatte das Jahr 2020 begonnen, die Buchungszahlen im Januar und Februar seien im Jahresvergleich normal gewesen, sagte Anna Grether. Dann machte aber der Lockdown im März einen Strich durch die Planungen – erst im Mai seien wieder touristische Übernachtungen möglich gewesen. Und nach einem guten Sommer und Herbst kam der zweite Lockdown im November und Dezember. Im Ergebnis habe das zu einem Rückgang der Gästeankünfte um 13.000 auf 16.295 geführt, das entspricht einem Minus von 44 Prozent. Deutlich fiel auch das Minus bei den Übernachtungszahlen aus, sie fielen auf 111.000 (minus 30 Prozent).

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Verantwortlich für den allgemeinen Rückgang sei aber nicht nur die Corona-Pandemie gewesen, sagte Grether. Da im Jahr 2020 zwei Hotels ihren Betrieb eingestellt hätten und sich damit die Bettenzahl verringerte, habe dies mit einem Minus von 6300 zu dem schlechten Ergebnis bei den Gästeankünften beigetragen. Ausgewirkt hätten sich auch die Absagen wichtiger Veranstaltungen, wie die Sommersingwoche, die Schlemmermeile sowie eine Vielzahl von Veranstaltungen während des gesamten Jahres.

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Der Anteil inländischer Urlaubsgäste stieg von 78 Prozent (2019) auf 86 Prozent deutlich. Die Gästeankünfte beispielsweise aus der Schweiz nahmen um sechs Prozent auf elf Prozent ab. Die Aufenthaltsdauer der Gäste sei in Höchenschwand mit 6,8 Tagen generell sehr hoch, erläuterte Grether, einen Spitzenwert habe es im Dezember mit 27,7 Tagen gegeben.

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Gut entwickelt hätten sich die Buchungen in der im Jahr 2020 neu renovierten Gruppen- und Familienunterkunft Schneiderhaus. Obwohl das gemeindeeigene Haus nur zwei Monate genutzt werden konnte, habe es rund 100 Übernachtungen gegeben. Positiv sah Grether auch die Entwicklung des Wohnmobilstellplatzes. Mit 3000 Übernachtungen wurde das Vorjahresniveau erreicht. Das habe unter anderem an der Erweiterung des Platzes im Jahr 2020 gelegen. Die Tourismuschefin berichtete auch von neun zusätzlichen Anbietern von Ferienwohnungen. Insgesamt verfüge der Ort nun über 2320 Gästebetten.

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Das Team der Touristinformation sei nun wieder vollzählig, berichtete Grether. Die Mitarbeiter seien intensiv mit der Vorbereitung der „3 Welten Card“ und der „Task Force Tourismus“ beschäftigt gewesen. Gut angenommen werde der „Wolfspfad“ und der in Kooperation mit dem Kurverein neu gestaltete „Barfußpfad“ im Natursportzentrum. Positiv sieht sie, dass die Tennishalle nun im Internet gebucht werden könne. Gut ausgelastet waren auch die Veranstaltungen der Kulturbeauftragten Eva Jenzen-Georgii.

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Mehrere Projekte sollen in diesem Jahr verwirklicht werden. Als Beispiel nannte sie überdimensionale Bilderrahmen, die bald Hobbyfotografen an den Aussichtspunkten zur Verfügung stehen sollen. Bürgermeister Sebastian Stiegeler sieht die Entwicklung positiv, Höchenschwand befinde sich im Aufwärtstrend. Ohne die Rückgänge durch die Corona-Pandemie hätte die Gemeinde im Jahr 2020 ein Rekordergebnis erreicht, sagte er.