Höchenschwand – Die „Crazy Hoppers“, eine jugendliche Bigband-Formation aus der Schweiz, gab ein Konzert im Kurpark. Die 18 Musiker im Alter zwischen 13 und 18 Jahren begeisterten mit einem abwechslungsreichen Programm, das von Pop, Rock und Swing bis zu bekannten Evergreens reichte.

Die „Hoppers“ sind vier Blasmusikformationen mit Jugendlichen von Musikschulen aus dem Aargauer Freiamt, Seetal, Kelleramt und dem Zürcher Säuliamt. Insgesamt spielen in den vier Gruppen „Mini“, „Crazyni“, „Crazy“ und „Brass“ etwa 80 Kinder und Jugendliche mit.

Die Formationen stehen alle unter der Leitung von Hansruedi Probst, der es versteht, die jungen Musiker zu motivieren und für den Bigband-Stil zu begeistern. Bei Gastspielen durch Süddeutschland standen drei Konzerte auf dem Programm. „Wir wollen uns damit auf einen großen Auftritt im Europa-Park vorbereiten“, sagte Philipp Bürgi, der in Höchenschwand die „Crazy Hoppers“ dirigierte. In der Besetzung Schlagzeug, Gitarre, Bassgitarre, E-Piano, einem kompletten Saxofon-Satz sowie fünf Trompeten und einer Posaune, spielte die Band neben Titeln wie „Let‘s Twist Again“ auch Hits wie „Man in the Mirror“ von Michael Jackson oder „Runaway Baby“ von Bruno Mars.

In der Bearbeitung für Bigband bauten die jugendlichen Musiker dafür mit ihren Instrumenten ein rhythmisches Grundgerüst, zu dem sie dann am vorderen Bühnenrand stehend mit unterschiedlich lange Soli auf ihren Holz- und Blechblasinstrumenten die Melodie intonierten.

Bemerkenswert war, dass alle Musiker auf Noten verzichteten – sie spielten die Stücke auswendig. Diese musikalische Freiheit nutzten die Musiker für eigene Improvisationen.

Einer der Höhepunkte des einstündigen Konzertes war das gekonnt dargebotene Solo des begabten Gitarristen Steven von Burg, der „Europa“, eines der Markenzeichen von Santana aus dem Jahre 1976, spielte. Auch die älteren Zuhörer im Kurpark, darunter einige Fans aus der Schweiz, spendeten reichlich Beifall.

„Wir möchten uns auf unseren Instrumenten weiterentwickeln, unsere Freude an der Musik weitergeben und so viele neue Erfahrungen sammeln“, sagte der Leiter der Bigband Philipp Bürgi. Und viele Zuhörer bedauerten es, dass das Konzert nach knapp einer Stunde schon zu Ende war. Die Musiker erhielten viel Applaus zum Abschied.