Die Gruppenwasserversorgung Höchenschwanderberg übernimmt weitere Aufgaben: Künftig wird das Team um Wassermeister Andreas Denz neben der Betreuung der Anlagen des Zweckverbandes auch die technische Betriebsführung für die Anlagen und das Wassernetz der Gemeinden Höchenschwand und Weilheim übernehmen.

Verträge sind unterzeichnet

Die Verträge unterzeichneten die Bürgermeister Sebastian Stiegeler (Höchenschwand), Jan Albicker (Weilheim) und der Vorsitzende des Zweckverbandes, Stefan Kaiser (Bürgermeister von Albbruck) am Mittwoch im Sitzungssaal des Höchenschwander Rathauses.

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Schon im Jahre 2016 hatte die Gemeinde Höchenschwand, noch unter dem damaligen Bürgermeister Stefan Dorfmeister die Möglichkeit zur technischen Betreuung der Höchenschwander Anlagen durch den Zweckverband genutzt und damit gute Erfahrungen gemacht.

Auch Nachfolger Sebastian Stiegeler lobt den Einsatzwillen und die Bereitschaft der „Wassermänner“ des Zweckverbandes, „die bei Wind und Wetter, an sieben Tagen in der Woche, rund um die Uhr dafür sorgen, damit das wichtige Lebensmittel Wasser für die Bürger zur Verfügung stehe“.

Interkommunale Zusammenarbeit

Höchenschwand könnte vielleicht mit eigenen Quellen das Gemeindegebiet versorgen, was aber sehr große Investitionen erfordern würde, erläuterte Bürgermeister Stiegeler. Ein logischer Schritt sei daher die interkommunale Zusammenarbeit in diesem Bereich. Nach dem der Wassermeister der Gemeinde Weilheim in diesem Jahr in den Ruhestand gegangenen war, stellte nun auch Bürgermeister Jan Albicker am 1. Juli einen entsprechenden Antrag an den Zweckverband.

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„Wir haben schon bisher jahrzehntelang sehr gut mit dem Team des Zweckverbandes zusammengearbeitet und wollen in den nächsten Jahren diese Verbindung intensivieren und die technische Betriebsführung für unsere Anlagen und das Leitungsnetz an den Zweckverband übergeben“, sagte Albicker im Gespräch mit der Zeitung.

Bei der turnusmäßigen Sitzung des Zweckverbandes in diesem Jahr hatten die Mitglieder einstimmig diesen Antrag befürwortet. Dafür notwendig wurde aber eine Überarbeitung des Vertrages aus dem Jahre 2016. Unter Beteiligung eines Fachanwaltes war so ein neues Vertragswerk entstanden, das es dem Zweckverband zukünftig ermöglicht, für weitere Gemeinden die Betriebsführung zu übernehmen.

Trockene Sommer zeigen Wichtigkeit des Themas

„Wir sind momentan so leistungsstark und haben auch die personellen Ressourcen geschaffen, um solche Zusatzaufgaben übernehmen zu können“, sagte Verbandschef Stefan Kaiser. Falls die eine oder andere Gemeinde mittelfristig darüber nachdenke, ebenfalls einen solchen Übernahmeantrag zu stellen, müsste der Verband allerdings Überlegungen anstellen, wie Abläufe optimiert werden könnten.

Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie wichtig das Thema Wasserversorgung für die Bevölkerung sei. Mit einem Blick auf das 50-jährige Bestehen des Zweckverbandes lobte Kaiser die Weitsicht der Gründungsväter. „Wir wollen diesen eingeschlagenen Weg letztlich konsequent weiterverfolgen“, sagte er nach der Vertragsunterzeichnung.