51 Firmlinge werden in eineinhalb Wochen in der Seelsorgeeinheit St. Blasien geweiht. Die Vorbereitung bestand aus mehreren Teilen. Für die 22 Firmlinge aus den Pfarreien, die sich für das Modul „Sternwanderung zum Sonnenaufgang an der Marienkapelle“ gemeldet hatten, begann der Samstagmorgen früh. Die Laune war dennoch gut.

Die Angebote

Während der Zeit der Firmvorbereitung wurden den Firmlingen verschiedene Module angeboten, erklärt Claudia Kaiser, grundsätzlich war die Teilnahme freiwillig. Diese Bausteine boten den jungen Menschen jedoch eine Chance, sich mit dem Glauben auseinanderzusetzen. Deshalb, ergänzt Siegfried Vogelbacher, wurden drei Module nach Wahl als Vorgabe genannt. Neben der Sternwanderung standen auf der Liste der Angebote beispielsweise eine Taizéandacht im Dom, das Gestalten einer Osterkerze zu Hause, ein Jugendgottesdienst für die Firmlinge, ein Filmabend („Billy Elliot, I will dance“), eine Domführung, ein Treffen zur Meditation und zum Gebet. Doch die Corona-Krise machte einige der Angebote unmöglich, die Domführung etwa oder den gemeinsamen Filmabend.

Schwierige Planung

Im Vorfeld habe niemand gewusst, wie die Hygienevorschriften aussehen würden, die Planung sei deshalb schwierig gewesen, das Team musste flexibel bleiben, sagen die Verantwortlichen. Treffen von Kleingruppen habe man in diesem Jahr nicht vorgesehen. Da es die Hygienevorschriften erlaubten, fand die Sternwanderung statt.

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Los ging es am Samstagmorgen um 5 Uhr. Die drei Gruppen der Firmlinge starteten von verschiedenen Punkten aus sternförmig in Richtung Marienkapelle. Begleitet wurden sie von der Organisatorin der Wanderung, Claudia Kaiser, und weiteren Höchenschwander Gemeindeteammitgliedern, Anna-Luzia Eckert, Birgit Ebi, aber auch Pfarrgemeinderat Siegfried Vogelbacher und Sylvia Vogelbacher. Beginnen konnten die Gruppen die Wanderung vom Kreuzstein, dem Heppenschwander Parkplatz oder vom Haus des Gastes aus, um sich am Kapellchen zu treffen.

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Gerade die Minuten, bevor der Tag erwacht, seien besonders, hörte man. Ob die jungen Menschen auch so darüber denken, konnte man ihnen zu so früher Zeit nicht entlocken. Auch sonst waren keine Geräusche zu hören, weder Unterhaltungsgemurmel noch vorbeifahrende Autos.

Keine idealen Bedingungen

Sehr früh mussten sich die jungen Menschen für die einfache, 30-minütige Bergwanderung aus ihren Betten schälen. Und dann war auch noch der Himmel mit Wolken behangen und bei der Ankunft an der Marienkapelle blieb die Sonne im Verborgenen. Mehrere markante Punkte der Region könnten trotzdem von dort ausgemacht werden, der Lehenkopfturm beispielsweise, doch die Müdigkeit saß noch zu tief in den Knochen – die Stimmung war dennoch gut.

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„Weiter geht es in die Kirche zum Gottesdienst“, rief Pfarrgemeinderat Siegfried Vogelbacher den Mädchen und Jungen zu – Pfarrer Ivan Hoyanic wartete dort auf die Ankommenden. „Die Firmung ist eines von sieben Sakramenten“, erläuterte Pfarrer Hoyanic später in der St. Michaelskirche. Die Sakramente seien die Zeichen der Liebe und Nähe Gottes. Nach einigen berührenden Liedern, von Anna-Luzia Eckert auf der Gitarre gespielt, war der eindrucksvolle Morgen vorüber. Die Firmung findet am Samstag, 19. Juni, statt.