Ein neues Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr wird die Gemeinde Höchenschwand beschaffen. Kosten soll es rund 229.000 Euro. Bereits im Oktober 2020 hatte der Gemeinderat die Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplanes beschlossen und unter Beteiligung der Feuerwehr ein neues Fahrzeugkonzept erarbeitet. Auf dieser Grundlage soll nun das Löschfahrzeug LF 16 aus dem Jahre 1974 durch ein Einsatzfahrzeug GW-L/T (Logistik/Transport) ersetzt werden.

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Zu Beginn der Gemeinderatsberatung in der jüngsten Sitzung verwies Bürgermeister Sebastian Stiegeler auf die Bedeutung des ehrenamtlichen Feuerwehrdienstes für den Brandschutz im Ort und der Region St. Blasien, aber auch für andere Hilfseinsätze. So sei die Höchenschwander Feuerwehr erst kürzlich an einem Tag zu zwei Verkehrsunfällen ausgerückt. „Die Gemeinde hat ein großes Interesse daran, dass die Feuerwehr gut ausgestattet ist“, sagte der Bürgermeister.

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Stiegeler nannte einige Einsatzmöglichkeiten des neuen Feuerwehrautos, das zukünftig als Nachschub- und Versorgungsfahrzeug mit Personal und Rollcontainern beladen und zügig eingesetzt werden kann. Das Transportfahrzeug sei mit einer Ladebordwand für die schnelle Beladung mit Rollcontainer und Ladegut ausgestattet. Hierdurch könnten auch Ausrüstungsgegenstände zur Ölabwehr, bei einem Chemieunfall oder zur Hilfeleistung mit einer Tragkraftspritze und diversem Schlauchmaterial zusammengefasst und im Einsatzfall mit einer sehr niedrigen Reaktionszeit auf dem Gerätewagen verstaut werden.

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Gemäß dem Konzept für das neue Fahrzeug sollen zukünftig mindestens 2000 Meter Schlauchmaterial auf Rollcontainern vorgehalten werden. Weiterhin kann das Fahrzeug im Rahmen der Aufgabenbereiche der Gerätewarte als Transportfahrzeug eingesetzt werden. „Das GW-L/T ist ein Nachschub- und Versorgungsfahrzeug und wird grundsätzlich nicht für den Erstangriff eingesetzt“, erläuterte Stiegeler.

Der Gemeinderat hatte im Rahmen der Haushaltsplanberatungen 2021 die Ersatzbeschaffung beschlossen. Im Juni erhielt die Gemeinde bereits einen Zuwendungsbescheid über 25.500 Euro. Ausgeschrieben wurden das Fahrgestell (Los 1) sowie Beladung und den Aufbau (Los 2). Es waren jeweils zwei Angebote eingegangen. Das günstigste Angebot stammte vom Unternehmen Barth aus Fellbach (99.841 Euro für das Fahrgestell, rund 128.760 Euro für den Aufbau). Die Gemeinde muss einen Eigenanteil in Höhe von rund 203.102 Euro aufbringen. Die Vergabe wurde einstimmig beschlossen.