Wie in vielen anderen Gemeinden im Landkreis ist auch die Höchenschwander Kindertagesstätte seit 16. März geschlossen. Für die Eltern ist dieser Schritt mit einer einschneidenden Änderung in der Tagesplanung verbunden. Verschärft wird die Situation durch die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie angeordneten Ausgangsbeschränkungen und der damit verbundenen Schließung der öffentlichen Spielplätze. Mit der Aktion „Kita to go“, die am vergangenen Montag angelaufen ist, wollen die Erzieherinnen der Höchenschwander Kindertagesstätte die Eltern unterstützen und ein bisschen Kindergartenatmosphäre zu Hause schaffen. Die vielen positiven Rückmeldungen über Telefon oder WhatsApp zeigen, dass diese Aktion bei den Eltern ankommt.

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„Nach der Schließung der Kindertagesstätte haben wir uns im Leitungsteam zusammengesetzt und beraten, wie wir die Eltern unterstützen können. So wurde als erstes ein Organisationsteam gegründet, dem Erzieherinnen der verschiedenen Altersgruppen angehören“, erzählte Nicole Gutmann vom Leitungsteam der Kindertagesstätte.

Bastelangebote und Experimente

Bestandteil der Aktion „Kita to go“ ist eine Überraschungstüte, die den Eltern nach Hause geliefert wird. Angepasst an das Alter der jeweiligen Kinder enthält die Tüte Fingerspiele, Bastelangebote, Geschichten und Experimente, aber auch Samen für das Anpflanzen zu Hause. „Wir hoffen, dass wir durch diese Aktion ein bisschen Kita für zu Hause schaffen und damit den Kindern sowie den Eltern eine Freude bereiten.

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Der Tüteninhalt soll aber auch die Möglichkeit einer pädagogischen Beschäftigung bieten, die unseren Kita-Alltag wiederspiegelt“, sagte Nicole Gutmann. Diese Aktion soll in den nächsten Tagen mit weiteren Angeboten fortgesetzt werden. Normalerweise werden in der Kindertagesstätte Höchenschwand 78 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren betreut. Eine Notbetreuung gibt es derzeit nicht. „Wir haben aber die Eltern mit einem Elternbrief informiert, dass diese Möglichkeit besteht. Voraussetzung dafür sei aber, dass beide Elternteile einen Beruf ausüben, der als unverzichtbar angesehen wird. Das müsste der jeweilige Arbeitgeber auch bescheinigen“, sagte Nicole Gutmann.

Erzieherinnen im Homeoffice

Die Kindertagesstätte Höchenschwand arbeitet trotz der Schließung im Normalbetrieb weiter, natürlich werden Überstunden abgebaut. Erzieherinnen mit eigenen Kindern arbeiten im Homeoffice von zu Hause aus und erarbeiten von dort Unterrichtsinhalte. Kurzarbeit hat die Gemeinde noch nicht angeordnet.

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