In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Gemeinderat Höchenschwand mit einer Gegenstimme dazu entschieden, die Gebühren für Kindergarten und Krippe zum 1. September zu erhöhen. Die Gebühren für die Kindertagesstätte waren zum 1. September 2018 erhöht worden. Im Juli 2016 hatte der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss gefasst, die Gebühren auf der Grundlage der Tariferhöhungen im Öffentlichen Dienst jährlich anzupassen. 2019 betrugen die Tariferhöhungen 3,02 Prozent, 2020 waren es 1,03 Prozent.

„Wir haben im vergangenen Jahr die Gebühren nicht erhöht und schlagen nun eine Erhöhung um vier Prozent vor“, sagte Bürgermeister Sebastian Stiegeler. Kämmerer Michael Herr trug die neuen Sätze vor. Danach steigen die Gebühren im Kindergarten in der Regelgruppe für das erste Kind um 4 Euro auf 114 Euro. Die Gebühren für die weiteren Kinder erhöhen sich zwischen einem und drei Euro. In der VÖ-Gruppe müssen die Eltern für das erste Kind fünf Euro mehr bezahlen (131 Euro). Für die weiteren Kinder steigt der Beitrag zwischen einem und 4 Euro.

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Auch in der Kinderkrippe erhöhen sich die Gebühren. So steigen die Kosten in der Fünf-Tage-Betreuung für das erste Kind um 12 Euro auf 309 Euro und für das zweite Kind um 6 Euro auf 154 Euro. Die Sätze in der Vier-Tage-Betreuung erhöhen sich um 10 Euro auf 256 Euro für das erste Kind und um 5 Euro auf 129 Euro für das zweite Kind. „Der jährliche Zuschuss pro Kind beträgt für die Gemeinde 4000 Euro im Kindergarten und 640 Euro in der Kinderkrippe ohne das Essen. Der Zuschussbedarf für die 59 Plätze in der Kindertagesstätte beträgt aktuell 240.000 Euro pro Jahr“, rechnete Herr vor. Der Gemeindetag empfiehlt, 20 Prozent der tatsächlichen Kosten auf die Eltern umzulegen. „Mit den neuen Sätzen liegen wir immer noch unter den Empfehlungen des Gemeindetages“, sagte Sebastian Stiegeler.

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In der Diskussion sah Gemeinderat Oliver Rombach den Zeitraum für die Erhöhung wegen den Beschränkungen der Corona-Pandemie als nicht günstig an, da sich die Betreuungszeiten in der Regelgruppe ohnehin verkürzt haben. Er schlug eine Erhöhung erst zu Beginn des neuen Jahres vor.

Auch Gemeinderätin Daniela Kirner-Arnold sah durch die reduzierte Betreuungszeit eine verborgene Gebührenerhöhung. Bürgermeister Stiegeler verwies darauf, dass die Gebühren aus verwaltungstechnischen Gründen immer zum neuen Kindergartenjahr angepasst werden sollten. Eine Erhöhung beispielsweise zum Januar 2021 sei deshalb ungünstig. Auch würden die wenigsten Eltern eine Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen. Er bot aber an, den neuen Bedarf bei den Eltern zu erheben. „Ich hoffe, dass wir ab September wieder in den Normalbetrieb in unserer Kindertagesstätte übergehen können“, sagte er abschließend. Bei einer Gegenstimme votierten die Gemeinderäte für den Antrag der Gemeinde auf eine Erhöhung der Gebühren für die Kinderbetreuung in Höchenschwand zum 1. September.

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