Internationale Städtepartnerschaften in Zeiten der Corona-Pandemie – wie geht das? Anlässlich der Hauptversammlung des Förderkreises für die Partnerschaft Arradon – Höchenschwand spricht die Vorsitzende Nicole Heilmeier darüber. Nahezu stillgelegt habe die Pandemie seit eineinhalb Jahren die Aktivitäten des Partnerschaftsvereins. So seien geplante Ausflüge von Höchenschwander Vereinen nach Arradon nicht möglich gewesen. Trotzdem sei sie sicher, dass die Partnerschaft überleben werde.

Brief an die Freunde

In diesem Sinne habe sie ein Zeichen setzen wollen, indem sie zusammen mit Bürgermeister Sebastian Stiegeler zu Neujahr einen Brief an den Bürgermeister der Partnerstadt geschrieben habe. Darin sei ein Zitat eines berühmten französischen Philosophen verwendet worden: „Freundschaft ist ein auswählender und läutender Geist, ein Gefühl, ein andauerndes Licht.“ Die Partnerschaft werde sich verändern, sagt sie, und das sei auch gut so. „Ich setze da auf junge Menschen, die Lust haben, unsere Partnerschaft weiterzutragen“, sagte Heilmeier.

Digitaler Austausch

Den Kontakt, der coronabedingt von Angesicht zu Angesicht nicht möglich ist, den halte das Komitee derzeit über Telefon, WhatsApp und E-Mail. Das Komitee stehe so im ständigen Austausch mit den französischen Freunden. Aktuell sei ein Instagram-Account eingerichtet worden, mit dem vor allem bei Jugendlichen die Neugier auf diese deutsch-französische Partnerschaft geweckt werden soll.

Nachwuchs

„Die Jugend ist uns sehr wichtig“, betonte Nicole Heilmeier. Dafür brauche es keine riesigen Kulturprogramme. „Wir wollen Begegnungen ermöglichen, die Pauschalreisen nicht bieten können. Über uns können junge Menschen etwas über das Leben der Bewohner in Arradon erfahren, wie es wirklich ist.“ Durch diesen direkten Austausch könne man erfahren, was die Freunde in Arradon wirklich bewegt, so Nicole Heilmeier.

Großes Interesse der Gemeinde

Die Gemeinde Höchenschwand habe ein starkes Interesse, am Bestehen dieser Partnerschaft und werde den Verein nach Kräften unterstützen, sagte Bürgermeister Sebastian Stiegeler an der Hauptversammlung. Auch er hält die Jugendarbeit für sehr wichtig, wie er sagt.

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Bereichernd sei die Teilnahme am Kinderferienprogramm der Gemeinde gewesen und auch der erfolgreiche Crêpes-Stand am Wochenmarkt. Der Bürgermeister regte die Auflage einer Broschüre mit Fotos aus beiden Partnergemeinden an, die bei Veranstaltungen werbewirksam in beiden Gemeinden verteilt werden könnte.

Personalien

Beschlossen wurde, dass dem Komitee künftig zehn statt acht Mitglieder angehören. Neu gewählt wurde Janine Behringer. Die übrigen Mitglieder wurden einstimmig wiedergewählt: Nicole Heilmeier (Präsidentin), Marie Heilmeier, Doris Schmidt, Hildegard Sperl, Dagmar Pichler, Madeleine Palmer, Tom Trachsel und Heiko Kaiser. Die Komiteemitglieder im Partnerschaftsverein wählen ihren Präsidenten und legen in einer Sitzung fest, welche Ämter die Mitglieder ausüben.