Mit einem Wochenmarkt hat die Gemeinde in diesem Jahr ein neues Angebot für Bürger und Besucher geschaffen. In der kommenden Woche geht die erste Saison zu Ende. Überwiegend zufrieden zeigten sich die Marktbeschicker am Donnerstag, einem schönen Herbsttag mit vielen Besuchern. Den Markt soll es auch im kommenden Jahr geben, sagte Bürgermeister Sebastian Stiegeler.

Viel Betrieb herrschte am Donnerstagvormittag auf dem Rathausplatz. Eine lange Schlange hatte sich vor dem Impfbus des Landkreises gebildet und auch Marktfrauen an den Ständen hatten viel zu tun. Der Impfbus ziehe schon Menschen an, auch die Marktbeschicker würden davon profitieren. Und genau mit solchen Zusatzangeboten wolle die Gemeinde die Attraktivität des Wochenmarktes erhöhen, erläuterte der Bürgermeister die Pläne der Gemeinde.

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Als der Wochenmarkt im Frühjahr eröffnet wurde, seien viele Neugierige gekommen, und viele Kunden seien dem neuen Angebot auch treu geblieben, sagte Ingrid Kaiser aus Dachsberg-Hierbach, die Fleisch und Wurst auf dem Markt verkauft. „Ich bin zufrieden“, auch wenn es Schwankungen gegeben habe, sagt sie im Rückblick auf die erste Marktsaison in Höchenschwand. Sie würde gerne auch im kommenden Jahr ihre Ware auf dem Rathausplatz anbieten. Die Kunden seien ebenfalls zufrieden und erfreut, dass es dieses neue Angebot in ihrer Gemeinde gibt, weiß sie aus Gesprächen. Und der zentral gelegene Platz sei ebenfalls gut.

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Etwas schleppend sei der Markt angelaufen, sagt Sylvia Vogelbacher (Käppelehof, Tiefenhäusern), in den vergangenen Wochen sei die Nachfrage aber deutlich stärker geworden, beobachtete sie. Sie freue sich über die treuen Kunden, vor allem Einheimische und zeitweise aber auch viele Urlauber, und die familiäre Atmosphäre. Und man erlebe immer wieder schöne Geschichten, etwa die von einem Paar, beide über 80 Jahre alt, die auf einer Radtour vom Bodensee nach Höchenschwand gekommen waren und unter anderem bei ihr Proviant kauften.

Weniger Besucher im Sommer

Während der Sommermonate sei die Zahl der Besucher zurückgegangen, es habe auch etliche Regentage gegeben – dennoch sei die Stimmung immer gut gewesen, erzählt sie. „Es könnte besser sein“, sagt Lena Bundschuh, Mitarbeiterin am Stand von Rolf Hauser aus Dettighofen, im Rückblick auf die erste Wochenmarktsaison. Anfangs sei mehr los gewesen, erinnert sie sich, viele Menschen hätten während der Coronazeit die Gelegenheit genutzt, sich auf dem Markt zu treffen. Im Laufe des Sommers habe die Nachfrage abgenommen, bevor sie im Herbst wieder anzog. Es sei aber schwierig, einen Markt zu etablieren und Donnerstagvormittag sei sicher auch ein schwieriger Markttag, weiß sie. Die Atmosphäre sei sehr angenehm, dennoch stehe noch nicht fest, ob ihr Betrieb 2022 auch wieder nach Höchenschwand komme.

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Auch Anita Böhler aus Dachsberg erinnert sich an eine schwankende Nachfrage: Nach einem ganz guten Start, kam eine schwache Zeit während der Sommermonate. Und nun zum Ende der Saison hin, laufe es wieder gut. Sie möchte gerne auch im kommenden Jahr ihren Honig in Höchenschwand anbieten. Ob der Markt in der Gemeinde funktioniere, könne man nach der Premiere in einem Corona-Jahr kaum sagen, man brauche die Erfahrung einer zweiten Saison, in einem normalen Jahr, sagt sie.

Auch wenn die Nachfrage seit der Markteröffnung schwankend gewesen sei, könne er doch mit dem ersten Jahr zufrieden sein, sagt Bürgermeister Sebastian Stiegeler. Das Ziel ist klar: Das Angebot soll in Höchenschwand dauerhaft erhalten bleiben.