Der wettermäßig schlechteste Sommer seit 16 Jahren bescherte dem Waldfreibad Häusern/Höchenschwand nur rund 11.000 Besucher, etwa ebensoviele wie im Sommer 2020 mit seinen starken Corona bedingten Einschränkungen. „Unbefriedigend“ lautete denn auch die Bilanz des Vorsitzenden des Fördervereins Waldfreibad Rainer Schwinkendorf. Eigentlich hätte es in Hinblick auf die Besucherzahlen eine deutlich bessere Freibadsaison werden können als die Saison 2020 mit ihren starken Einschränkungen – wäre da nicht das Wetter gewesen. Aber der Reihe nach: Nur wenige Tage nach der Öffnung des Bades Anfang Juni wurden die Coronavorschriften gelockert, die 3G-Regelung entfiel. Zwar gab es noch einige zu beachtende Vorschriften, aber diese hätten einer erfolgreichen Freibadsaison kaum im Wege gestanden.

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Und dann kam der Sommer, der, was das Wetter betrifft, so schlecht war wie in den vergangenen 16 Jahren nicht mehr, sagte Schwinkendorf. Im Juli habe es sechs, im August nur fünf schöne Tage gegeben. Der schlechte Sommer drückt sich in Zahlen aus: Nur 11.000 Besucher, durchschnittlich 110 am Tag konnten gezählt werden, ebensoviele wie im Vorjahr, in dem deutlich strengere Coronavorschriften galten und das Bad zudem über Mittag geschlossen war.

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Selbst im bislang wetterbedingt schlechtesten Sommer, das war im Jahr 2015, konnten noch 14 000 Besucher verzeichnet werden. Kamen in vergangenen Jahren an schönen Tagen rund 1000 Badegäste am Tag, waren es in dieser Saison maximal 561. Lediglich an elf Tagen konnten mehr als 300 Besucher gezählt werden. Und auch die schönen Tagen in der letzten Öffnungswoche konnten nichts mehr an der ernüchternden Bilanz ändern. Dem schlechten Wetter zum Trotz waren aber die Dauerschwimmer dem Bad treu geblieben und so gab es keinen Tag ohne Besucher.

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Man habe nicht daran gedacht, die Eintrittspreise zu erhöhen, auch nicht daran, das Bad wetterbedingt zu schließen, schließlich habe man einen Sozialauftrag, sagte Vereinsvorsitzender Schwinkendorf, der viel Arbeit damit hatte, die entsprechenden Verordnungen im Auge zu behalten und gegebenenfalls das Hygienekonzept anzupassen. Und immer wieder sei die Dankbarkeit der Besucher, dass das Bad trotz aller Widrigkeiten geöffnet blieb, zum Ausdruck gekommen.

In finanzielle Schieflage wird das Waldfreibad durch den schlechten Sommer nicht geraten, denn die üblichen Zuschüsse habe man erhalten und die Investitionen auf ein Minimum beschränkt. Der Saison bezeichnete der Vorsitzende des Fördervereins unter dem Strich als unbefriedigend, bei gutem Wetter wäre mehr möglich gewesen. Aber eines freute ihn doch: Immerhin konnten 200 Saisonkarten verkauft werden. Einen weiteren positiven Aspekt brachte Schwimmmeister Olaf Döring zur Sprache: Die Saison verlief ohne Unfälle und technische Probleme gab es auch keine.