Zur ersten öffentlichen Gemeinderatsitzung in Höchenschwand seit der Corona-bedingten Pause hatte Bürgermeister Sebastian Stiegeler am Dienstag in den Kursaal des „Haus des Gastes“ eingeladen, da hier der geforderte Sicherheitsabstand von 1,50 Meter zwischen den Gemeinderäten problemlos eingehalten werden konnte. Der Rathauschef stimmte das Gremium darauf ein, dass auch die nächsten Sitzungen des Gemeinderats dort abgehalten werden müssten.

Stiegeler informierte in diesem Zusammenhang darüber, dass die Rathausbediensteten seit Montag, 4. Mai, wieder im Normalbetrieb arbeiten würden. Er bat aber dennoch darum, Termine im Rathaus vorher telefonisch abzusprechen, damit die Sicherheitsbestimmungen in der Corona-Pandemie eingehalten werden können.

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Auf der Tagesordnung standen die Beratung und der Beschluss des Bebauungsplans „Ob dem Dorf, Teil Nord“ im Ortsteil Tiefenhäusern im vereinfachten Verfahren gemäß § 13 BauGB. „Dieser Tagesordnungspunkt hat bereits auf der Tagesordnung der Sitzung des Gemeinderates am 23. März 2020 gestanden, konnte aber aufgrund der Einschränkungen in der Corona-Pandemie nicht beraten werden“, sagte Bürgermeister Sebastian Stiegeler zu Beginn. Ernst Kaiser vom gleichnamigen Planungs- und Vermessungsbüro aus Waldshut erläuterte die eingegangenen Stellungnamen aus der Offenlage und Behördenbeteiligung.

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„Primäres Ziel des neuen Bebauungsplans war die Bereitstellung von optimalen Erweiterungsflächen für einen bereits dort ansässigen Gewerbebetrieb sowie die Optimierung der Restflächen gemäß dem aktuellen Bauinteresse. Dazu zählten die Vergrößerung der überbauten Flächen durch Reduzierung des Waldabstandes mit gleichzeitiger Anpassung der Höhenlage für die künftigen Gebäude“, führte Kaiser aus.

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Insbesondere von Bedeutung seien die Änderung der im Bebauungsplan festgelegten Gebäudehöhen, die Entwässerungsbestimmungen und der Abstand zum angrenzenden Wald. In Vorgesprächen hatte der Käufer des Grundstücks den Wunsch nach einer größeren Fläche geäußert. Auch beabsichtigt der Käufer, die neu zu erstellende Halle in der gleichen Größe und Höhe (14,50 Meter) zu bauen wie das bereits südlich des neuen Baugebietes errichtete Gebäude. „Wir mussten dafür unter anderem die ursprünglich festgelegten drei Parzellen in zwei Gewerbeflächen abändern“, sagte Kaiser in der Sitzung. Die eingegangenen Stellungnahmen der Behörden seien zur Kenntnis genommen worden oder wurden in den Bebauungsplan eingearbeitet. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat den vorliegenden Bebauungsplan in der Fassung vom 23. März 2020.

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Der Gemeinderat befasste sich im Weiteren mit dem Bauantrag des Landwirts Oswald Tröndle aus Oberweschnegg. Er will auf dem Flurstück 1158 eine große Heutrocknungshalle mit der Grundfläche 30 mal 50 Meter bauen. Bürgermeister Sebastian Stiegeler führte dazu aus, dass der Landwirt seinen Betrieb zu einem Biobetrieb umstellen wolle. So solle die Milch seiner Kühe künftig als Bioweidenmilch verkauft werden. Dafür könnten die Tiere nicht mit Silage gefüttert werden, sondern dürften nur das energiereiche, getrocknete Heu erhalten. Den zum Betrieb der Trocknungsanlage benötigten Strom beziehe der Landwirt über die eigene Biogasanlage. Stiegeler lobte das Vorhaben als einen tollen Entwicklungsschritt für die Landwirtschaft auf dem Höchenschwanderberg. Das Ja-Votum des Gemeinderates war einstimmig.

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