Berauschend und in einer außergewöhnlichen musikalischen Vielfalt erlebten rund 350 Zuhörer im Haus des Gastes ein Neujahrskonzert der Superklasse.

Bereits zum vierten Mal war es dem Veranstalter und Organisator Hansjörg Bollinger gelungen, den renommierten Bandleader, Komponist und Arrangeur Christoph Walter aus der Schweiz mit seinem Unterhaltungsorchester für den musikalischen Neujahrsauftakt in Höchenschwand zu gewinnen. Zunächst begrüßte Hansjörg Bollinger die Besucher und bedankte sich bei der Gemeinde für die wiederholt gewährte Unterstützung. Bürgermeister Sebastian Stiegeler wünschte allen Anwesenden ein glückliches Neues Jahr und weckte mit seiner Feststellung, „Wir werden hier ein einzigartiges Konzert erleben“, ganz besondere Erwartungen. Er sollte recht behalten.

Mit großer Freude nehmen die Hauptakteure beim Neujahrskonzert des Christoph Walter Orchestra‘s im Haus des Gastes in Höchenschwand den frenetischen Beifall des begeisterten Publikums entgegen. Auf dem Bild (von links) Bandleader Christoph Walter, Chansonsängerin Nelly Patty und Startenor Rolf Romei. Im hintergrund Musikerinnen und Musiker des Christoph Walter Orchesters.
Mit großer Freude nehmen die Hauptakteure beim Neujahrskonzert des Christoph Walter Orchestra‘s im Haus des Gastes in Höchenschwand den frenetischen Beifall des begeisterten Publikums entgegen. Auf dem Bild (von links) Bandleader Christoph Walter, Chansonsängerin Nelly Patty und Startenor Rolf Romei. Im hintergrund Musikerinnen und Musiker des Christoph Walter Orchesters. | Bild: Herbert Schnäbele

Auch Christoph Walter begrüßte sehr freundlich das Publikum im „Dorf am Himmel“, wie er betonte, mit den besten Wünschen zum Neuen Jahr. Er ließ sogleich seine Bläser (zwei Saxophone, zwei Trompeten, eine Posaune) aus verschiedenen Richtungen spielend auf die Bühne einziehen, wobei sie mit schwungvoller Begleitung des restlichen Orchesters die Jazzkomposition „Bourbon Street Parade„ von Paul Barbarin intonierten und dabei durch verschiedene Soli weitere Erwartungen weckten.

In eine ganz andere Gefühlswelt versetzt wurden die Zuhörer mit dem anschließenden Straußwalzer „An der schönen blauen Donau„ mit auffallend starker Dominanz der vier Streicherinnen und sensibler Untermalung des Bandleaders selbst mit dem Akkordeon. Er bestach grundsätzlich durch seine Allroundaktivitäten an verschiedenen Instrumenten sowie mit der vermeintlich lässigen, in Wirklichkeit aber sehr präzisen Orchesterleitung. Nach einem fetzigen Al-Hirt-Medley und einem Neujahrstango brillierte erstmals die Chansonsängerin Nelly Petty mit ihrer gehaltvollen Stimme in dem für sie arrangierten „It will be“.

Ausflug in die Opernwelt

Weitere bekannte Songs und Hits füllten die erste Konzerthälfte, wobei auch ein Ausflug in die Opernwelt mit Startenor Rolf Romei nicht fehlen durfte. Stimmgewaltig und mit große Klasse präsentierte er einen Auszug aus dem „Phantom der Oper“, um gleich danach wieder mit beschwingten Melodien in die Welt der leichten Unterhaltungsmusik einzutauchen. Mit dem stimmgewaltigen „O sole mio“ beendeten beide Vokalsolisten nach über einer Stunde eindrucksvoll die erste Konzerthälfte.

Mit ihrer glanzvollen und voluminösen Stimme war die Chansonsängerin Nelly Patty als eine von zwei Vokalsolisten eine große Bereicherung für das sehr abwechslungsreiche Konzertprogramm von Christoph Walter beim Neujahrskonzert im Haus des Gastes in Höchenschwand. Auf dem Bild Nelly Patty, links im Hintergrund Christoph Walter, rechts die Chellistin des Orchesters.
Mit ihrer glanzvollen und voluminösen Stimme war die Chansonsängerin Nelly Patty als eine von zwei Vokalsolisten eine große Bereicherung für das sehr abwechslungsreiche Konzertprogramm von Christoph Walter beim Neujahrskonzert im Haus des Gastes in Höchenschwand. Auf dem Bild Nelly Patty, links im Hintergrund Christoph Walter, rechts die Chellistin des Orchesters. | Bild: Herbert Schnäbele

Ebenso abwechslungsreich gab es im zweiten Konzertteil eine Reihe sehr bekannter Kompositionen, überwiegend von Christoph Walter speziell für sein Orchester arrangiert. Neben meist fetzigen und klangvollen Instrumentalstücken mit verschiedenen Soli, so zum Beispiel Amin Mokdad mit der Altflöte oder Lisbel Acosta mit der Posaune, erklangen weitere bekannte Songs und Hits wie „Merci cherie„ oder „Time to say good bye“. Einmal mehr Gänsehaut gab es zum Schluss bei der stimmgewaltigen Interpretation des Songs „Fang das Licht“ durch die beiden Vokalsolisten. Nach wiederholt frenetischem Beifall und Beifall im Stehen durften die Ausnahmekünstler erst nach zwei Zugaben die Bühne verlassen.

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